Kühlmitteltemperatursensor

Hier finden Sie nützliches Grundlagenwissen und wichtige Tipps rund um das Thema Kühlmitteltemperatursensor bei Fahrzeugen.

Der Kühlmitteltemperatursensor informiert das Motorsteuergerät über die Betriebstemperatur des Motors, so dass die Kraftstoffmenge und der Zündzeitpunkt entsprechend angepasst werden können. Auf dieser Seite erklären wir Ihnen das Funktionsprinzip des Kühlmitteltemperatursensors und zeigen Ihnen unter anderem, wie sich bei der Fehlersuche Ursachen für Störungen zielsicher lokalisieren lassen.

Wichtiger Sicherheitshinweis
Die nachfolgenden technischen Informationen und Tipps für die Praxis wurden von HELLA erstellt, um Kfz-Werkstätten in ihrer Arbeit professionell zu unterstützen. Die hier auf dieser Webseite bereitgestellten Informationen sollen nur von einschlägig ausgebildeten Fachpersonal genutzt werden.

 

KÜHLMITTELTEMPERATURSENSOR FUNKTION: FUNKTIONSPRINZIP

Der Kühlmitteltemperatursensor dient dem Gemischaufbereitungssystem zur Erfassung der Betriebstemperatur des Motors. Das Steuergerät passt in Abhängigkeit der Sensorinformation die Einspritzzeit und den Zündwinkel an die Betriebsbedingungen an. Der Sensor ist ein Temperaturfühler mit negativem Temperaturkoeffizient. Das heißt: Bei steigender Temperatur verringert sich der Innenwiderstand.

 

Abhängig von der Kühlmitteltemperatur verändert sich der Widerstand des Temperaturfühlers. Bei steigender Temperatur verkleinert sich der Widerstand und es sinkt dadurch die Spannung am Sensor. Das Steuergerät bewertet diese Spannungswerte, da sie im direkten Verhältnis zur Kühlmitteltemperatur stehen (niedrige Temperaturen ergeben hohe und hohe Temperaturen niedrige Spannungswerte am Sensor).

KÜHLMITTELTEMPERATURSENSOR DEFEKT: SYMPTOME

Ein defekter Kühlmitteltemperaturfühler kann sich durch die ­Fehlererkennung des Steuergerätes und der hieraus resultierenden Notlaufstrategie unterschiedlich bemerkbar machen.

 

Häufige Fehlersymptome sind:

  • Erhöhte Leerlaufdrehzahl
  • Erhöhter Kraftstoffverbrauch
  • Schlechtes Startverhalten

 

Hinzu kommen eventuelle Probleme beim AU-Prüfzyklus durch erhöhte CO-Werte bzw. Aussetzen der Lambdaregelung. Im Fehlerspeicher des Steuergeräts können folgende Einträge abgespeichert sein:

  • Masseschluss in der Verkabelung oder Kurzschluss im Sensor
  • Plusschluss oder Leitungsunterbrechung
  • Unplausible Signalveränderungen (Signalsprung)
  • Motor erreicht nicht die Mindestkühlmitteltemperatur

 

Der letzte Fehlercode kann auch bei einem defekten Kühlmittelthermostat auftreten.

KÜHLMITTELTEMPERATURSENSOR PRÜFEN: FEHLERSUCHE

Fehlersuche:

  • Auslesen des Fehlerspeichers
  • Elektrische Anschlüsse der Sensorleitungen, des Steckers und des Sensors auf richtige Verbindung, Bruch und Korrosion prüfen.

Die Überprüfung erfolgt mit dem Multimeter

Prüfschritt 1

Es wird der Innenwiderstand des Sensors ermittelt. Der Widerstand ist temperaturabhängig, bei kaltem Motor hochohmig und in warmem Zustand niederohmig.

 

Je nach Hersteller:
25°C 2,0 – 6 KOhm oder 80°C ca. 300 Ohm
Beachten Sie spezielle Sollwertangaben.

Prüfschritt 2

Die Verkabelung zum Steuergerät prüfen, indem jede einzelne Leitung zum Steuergerätestecker auf Durchgang und Masseschluss geprüft wird.

 

  1. Ohmmeter zwischen Temperaturfühlerstecker und abgezogenem Steuergerätestecker anschließen. Sollwert: ca. 0 Ohm (Schaltplan erforderlich für Pin-Belegung am Steuergerät).
  2. Jeweiligen Pin am Sensorstecker mit Ohmmeter und abgezogenem Steuergerätestecker gegen Masse prüfen. Sollwert: >30 MOhm.

Prüfschritt 3

Mit dem Voltmeter am abgezogenen Sensorstecker die Versorgungsspannung prüfen. Dies erfolgt bei aufgestecktem Steuergerät und eingeschalteter Zündung. Sollwert: ca. 5 V.

 

Wenn der Spannungswert nicht erreicht wird, ist die Spannungsversorgung des Steuergerätes einschließlich der Masseversorgung nach Schaltplan zu prüfen. Ist diese in Ordnung, kommt ein Steuergerätedefekt in Betracht.