Moderne Heckleuchten – Aufbau, Technologien und Diagnose

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Moderne Heckleuchten: Heckleuchten haben sich von einfachen Glühlampensystemen zu elektronisch vernetzten Lichtsystemen entwickelt, die neben der Signalfunktion auch Komfort-, Sicherheits- und Designanforderungen erfüllen.
  • Moderne Lichttechnologien: LED-, OLED- und FlatLight-Technologien sowie unterschiedliche optische Konzepte ermöglichen homogene Lichtflächen, individuelle Lichtsignaturen und eine gezielte Lichtverteilung bei geringer Bautiefe.
  • Elektronische Vernetzung: Moderne Heckleuchten werden über Karosserie- und Lichtsteuergeräte angesteuert und ermöglichen durch ihre Vernetzung dynamische Lichtfunktionen sowie zusätzliche Komfort- und Sicherheitsfunktionen.
  • Typische Diagnosehinweise: Beschädigungen, Feuchtigkeit, defekte Steckverbindungen, Helligkeitsunterschiede oder ausgefallene LED-Segmente liefern bereits bei der Sicht- und Funktionsprüfung wichtige Hinweise auf mögliche elektrische oder elektronische Störungen.
  • Systematische Fehlersuche: Das Diagnosesystem unterstützt die Werkstatt durch Fehlerspeicherabfrage, Parameterauswertung und Bauteilansteuerung dabei, Fehler in Ansteuerung, Spannungsversorgung, Verkabelung oder Steuergerätekommunikation gezielt einzugrenzen.

Wichtiger Sicherheitshinweis

Die nachfolgenden technischen Informationen und Tipps für die Praxis wurden von HELLA erstellt, um Kfz-Werkstätten in ihrer Arbeit professionell zu unterstützen. Die hier auf dieser Webseite bereitgestellten Informationen sollen nur von einschlägig ausgebildetem Fachpersonal genutzt werden.

1. Grundlagen

Die Heckleuchte zählt zu den wichtigsten Signaleinrichtungen eines Fahrzeugs. Sie informiert andere Verkehrsteilnehmer über Fahrzeugposition, Bremsvorgänge und Fahrtrichtungsänderungen und trägt damit wesentlich zur Verkehrssicherheit bei.

In den vergangenen Jahrzehnten hat sich die Heckleuchtentechnologie kontinuierlich weiterentwickelt. Aus einfachen Glühlampenlösungen entstanden moderne Lichtsysteme mit LED-Technologie, elektronischer Ansteuerung und individuellen Leuchtbildern. Dadurch haben sich nicht nur die lichttechnischen Möglichkeiten erweitert, sondern auch die Anforderungen an Diagnose und Fehlersuche verändert.

Der folgende Beitrag zeigt die Entwicklung moderner Heckleuchtentechnologien von der Glühlampe über LED- und OLED-Systeme bis hin zu aktuellen Lichtkonzepten. Darüber hinaus werden Aufbau, Vernetzung und Diagnose moderner Heckleuchten im Werkstattalltag erläutert.

2. Anforderungen

Anforderungen an moderne Heckleuchten

Die Anforderungen an Heckleuchten haben sich in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich verändert. Neben der eigentlichen Signalfunktion spielen heute auch Fahrzeugdesign, Bauraum und die Integration zusätzlicher Lichtfunktionen eine wichtige Rolle. Dadurch sind moderne Heckleuchten deutlich komplexer aufgebaut als frühere Systeme mit Glühlampen.

Gleichzeitig steigen die Anforderungen an die Gestaltung der Heckleuchte. Individuelle Lichtsignaturen beeinflussen zunehmend das Erscheinungsbild moderner Fahrzeuge und führten zur Entwicklung neuer Lichtkonzepte wie Lichtleitern, dreidimensionalen Leuchtkörpern oder flächigen Lichtsystemen.

Parallel dazu hat die Elektronik zunehmend Einzug in die Heckleuchte gehalten. Moderne Lichtsysteme sind häufig in die Fahrzeugvernetzung eingebunden und werden über Steuergeräte angesteuert und überwacht. Dadurch ergeben sich zusätzliche Möglichkeiten für Lichtfunktionen und Diagnose. Gleichzeitig steigen jedoch auch die Anforderungen an die Fehlersuche im Werkstattalltag.

3. Aufbau und Funktionsweise

Entwicklung der Heckleuchtentechnologie

Die Heckleuchte hat sich in den vergangenen Jahrzehnten von einer einfachen Signaleinrichtung zu einem komplexen Lichtsystem entwickelt. Während früher überwiegend Glühlampen für die verschiedenen Lichtfunktionen eingesetzt wurden, kommen heute unterschiedliche Lichttechnologien und optische Konzepte zum Einsatz. Die Entwicklung reicht von klassischen Glühlampen über LED- und OLED-Systeme bis hin zu modernen flächigen Lichttechnologien.

Erste LED-Heckleuchten

Mit der Einführung der LED-Technologie begann Ende der 1990er-Jahre ein grundlegender Wandel bei Heckleuchten. Während zuvor überwiegend Glühlampen zum Einsatz kamen, wurden erste Lichtfunktionen zunehmend mit Leuchtdioden realisiert.

Die ersten LED-Heckleuchten bestanden häufig aus mehreren einzelnen LEDs, die direkt sichtbar angeordnet waren. Dadurch entstand die für viele Fahrzeuge typische punktförmige Optik. Im Vergleich zur Glühlampe bot die LED-Technologie neue Möglichkeiten bei der Gestaltung und Anordnung der Lichtfunktionen.

Mit zunehmender Verbreitung der LED-Technik stiegen auch die Anforderungen an die Lichtverteilung. Ziel war es, die einzelnen Lichtpunkte weniger sichtbar zu machen und eine möglichst homogene Lichtwirkung zu erzeugen. Daraus entwickelten sich verschiedene optische Systeme wie Lichtleiter und flächige Lichtkonzepte.

Lichtleitertechnologien und LED-Module

Mit der Weiterentwicklung der LED-Technologie entstanden neue Möglichkeiten zur Gestaltung von Heckleuchten. Anstelle einzelner sichtbarer Lichtpunkte rückten zunehmend homogene Lichtflächen und durchgehende Lichtkonturen in den Fokus.

Um dies zu erreichen, werden in modernen Heckleuchten LEDs häufig mit optischen Lichtleitersystemen kombiniert. Das von den LEDs erzeugte Licht wird dabei innerhalb transparenter optischer Elemente geführt und gleichmäßig über die gewünschte Lichtfläche verteilt. Dadurch lassen sich schmale Lichtbänder, dreidimensionale Leuchtbilder oder großflächige Leuchtbereiche realisieren.

Parallel dazu wurden auch die optischen Systeme kontinuierlich weiterentwickelt. Neben klassischen Reflektorkonzepten kommen heute unter anderem Prismenlichtleiter, Glowing Body-Konzepte oder sogenannte EdgeLight-Systeme zum Einsatz. Ziel dieser Entwicklungen ist eine möglichst gleichmäßige Lichtverteilung sowie eine hohe Gestaltungsfreiheit bei der Auslegung moderner Heckleuchten.

Die eingesetzte Optik beeinflusst dabei sowohl das Erscheinungsbild als auch die Lichtverteilung der Heckleuchte. Grundlage aller Systeme bleibt jedoch die LED als eigentliche Lichtquelle. Die optischen Komponenten bestimmen maßgeblich, wie das Licht innerhalb der Leuchte geführt und auf die gewünschte Lichtfläche verteilt wird.

Optisches KonzeptFunktionsprinzipTypische Lichtwirkung
ReflektorkonzeptLichtverteilung über ReflektorflächenPunkt- oder segmentförmige Lichtsignaturen
PrismenlichtleiterLichtführung innerhalb eines stabförmigen Lichtleiters mit Lichtabgabe über PrismenLinienförmige Lichtsignaturen
Glowing BodyHomogene Lichtabgabe über einen dreidimensionalen LeuchtkörperDreidimensionale, gleichmäßig leuchtende Flächen oder Körper
EdgelightLichtführung innerhalb eines Lichtleiters mit Lichtaustritt an der VorderkanteSchmale Lichtkonturen und präzise Lichtlinien

Dynamische Lichtfunktionen

Mit der zunehmenden Verbreitung von LED-Heckleuchten eröffneten sich neue Möglichkeiten bei der Darstellung von Lichtfunktionen. Da LEDs elektronisch angesteuert werden können, lassen sich einzelne Leuchtsegmente gezielt aktivieren oder in ihrer Helligkeit verändern.

Dadurch ließen sich erstmals dynamische Lichtfunktionen realisieren. Ein bekanntes Beispiel sind dynamische Fahrtrichtungsanzeiger, bei denen die Blinkfunktion durch das nacheinander Ansteuern mehrerer Lichtsegmente in die gewünschte Fahrtrichtung dargestellt wird. Auch individuelle Lichtgestaltungen sowie Lichtinszenierungen beim Entriegeln oder Verriegeln des Fahrzeugs wurden durch die elektronische Ansteuerung moderner Heckleuchten möglich.

Neben gestalterischen Aspekten unterstützen dynamische Lichtfunktionen die Wahrnehmbarkeit von Fahrzeugen im Straßenverkehr. Gleichzeitig stiegen die Anforderungen an die elektronische Ansteuerung und die Integration der Heckleuchten in die Fahrzeugarchitektur.

OLED-Heckleuchten

Mit der Einführung der OLED-Technologie (Organic Light Emitting Diode) wurde die Entwicklung moderner Heckleuchten um ein weiteres Lichtkonzept ergänzt. Im Gegensatz zu LEDs, deren Licht über optische Systeme verteilt wird, erzeugen OLED-Elemente selbst eine gleichmäßige und flächige Lichtabstrahlung.

Dadurch lassen sich besonders homogene Leuchtflächen mit geringer Bautiefe realisieren. Einzelne OLED-Segmente können zudem separat angesteuert werden, wodurch unterschiedliche Lichtsignaturen und Animationen möglich sind. Dies eröffnet zusätzliche Gestaltungsmöglichkeiten, stellt jedoch gleichzeitig höhere Anforderungen an den Aufbau und die Elektronik der Heckleuchte.

FlatLight-Technologie

Mit der FlatLight-Technologie wurde ein neues optisches Konzept für LED-basierte Heckleuchten entwickelt. Dabei nutzt die FlatLight-Technologie mikrooptische Strukturen, um das von LEDs erzeugte Licht innerhalb eines besonders flachen optischen Elements gezielt über die Leuchtfläche zu verteilen.

Die für die Lichtverteilung eingesetzten mikrooptischen Strukturen sind kleiner als ein Salzkorn. Dadurch kann das Licht innerhalb des flachen optischen Elements gleichmäßig über die Leuchtfläche verteilt werden.

Im Unterschied zur OLED-Technologie bleibt die LED die eigentliche Lichtquelle. FlatLight nutzt somit die bekannten Eigenschaften moderner LEDs und kombiniert diese mit einem besonders flachen optischen Aufbau. Dadurch lassen sich homogene Lichtflächen bei gleichzeitig geringer Bautiefe realisieren.

Die FlatLight-Technologie wird inzwischen auch in Serienfahrzeugen eingesetzt. Ein Beispiel für den Serieneinsatz ist der Nissan Qashqai, dessen Heckleuchte mit FlatLight-Elementen ausgestattet ist. Damit stellt FlatLight eine weitere Entwicklungsstufe moderner LED-Heckleuchten dar.

4. Wissenswertes

Von der Lichtquelle zum elektronischen System

Vernetzung moderner Heckleuchten

Moderne LED-Heckleuchten sind heute fester Bestandteil der Fahrzeugelektronik. Ihre Ansteuerung erfolgt in der Regel über ein Karosseriesteuergerät, beispielsweise das Body Control Module (BCM). Es verarbeitet die verschiedenen Eingangssignale und steuert die einzelnen Lichtfunktionen entsprechend der Fahrsituation an.

Zu den Eingangssignalen zählen unter anderem die Betätigung des Bremspedals, des Fahrtrichtungsanzeigers oder des Rückwärtsgangs. Darüber hinaus tauschen die Steuergeräte ihre Informationen über Fahrzeugbussysteme aus. So können beispielsweise Signale des ABS-/ESP-Steuergeräts für die Ansteuerung der Emergency Stop Signal (ESS)-Funktion genutzt werden. Je nach Fahrzeugausstattung können weitere Steuergeräte an der Ansteuerung einzelner Lichtfunktionen beteiligt sein. Die Vernetzung der Steuergeräte ermöglicht neben der Ansteuerung der Lichtfunktionen auch eine gezielte Diagnose elektrischer und elektronischer Störungen.

EingangssignaleSteuergeräteinformationenFunktionen Heckleuchte
1 Blinkerschalter5 Motorsteuergerät8 Bremslicht
2 Rückwärtsgangschalter6 Airbagsteuergerät9 Rückfahrlicht
3 Lichtschalter7 ABS-/ESC-Steuergerät10 Schlusslicht
4 Bremslichtschalter11 Fahrtrichtungsanzeiger
12 Nebelschlussleuchte

Komfort- und Sicherheitsfunktionen

Mit der zunehmenden Vernetzung moderner Fahrzeuge haben sich auch die Funktionen von Heckleuchten erweitert. Neben den klassischen Lichtfunktionen wie Schlusslicht, Bremslicht, Fahrtrichtungsanzeiger oder Rückfahrlicht unterstützen moderne LED-Heckleuchten heute verschiedene Komfort- und Sicherheitsfunktionen. Die Ansteuerung erfolgt dabei in Abhängigkeit von der jeweiligen Fahrsituation sowie den Informationen, die von übergeordneten Steuergeräten bereitgestellt werden.

Eine weit verbreitete Sicherheitsfunktion ist die Emergency Stop Signal (ESS)-Funktion. Wird eine starke Bremsung erkannt, werden die Bremsleuchten je nach Fahrzeughersteller beispielsweise heller angesteuert oder blinken auffällig, um nachfolgende Verkehrsteilnehmer zusätzlich zu warnen. Die konkrete Ausführung dieser Funktion ist abhängig von der jeweiligen Fahrzeug- und Systemarchitektur sowie den geltenden gesetzlichen Vorgaben.

Darüber hinaus verfügen viele Fahrzeuge über Komfortfunktionen wie Welcome- und Leaving-Home-Funktionen. Beim Entriegeln oder Verlassen des Fahrzeugs werden ausgewählte Lichtfunktionen automatisch aktiviert oder durch kurze Lichtanimationen ergänzt. Zusätzlich kommen bei zahlreichen Fahrzeugen dynamische Fahrtrichtungsanzeiger zum Einsatz. Hierbei werden mehrere LED-Segmente nacheinander angesteuert, wodurch sich ein dynamischer Blinkverlauf ergibt.

Moderne Lichttechnologien wie OLED oder FlatLight ermöglichen darüber hinaus die Umsetzung komplexerer Lichtsignaturen und Lichtanimationen. Dadurch lassen sich zusätzliche Lichtfunktionen mit den klassischen Beleuchtungsfunktionen der Heckleuchte kombinieren.

5. Diagnose

Diagnose im Werkstattalltag

Sicht- und Funktionsprüfung

Die Diagnose moderner Heckleuchten beginnt mit einer Sicht- und Funktionsprüfung am Fahrzeug. Bereits dabei lassen sich viele Fehlerbilder ohne den Einsatz von Mess- oder Diagnosegeräten erkennen. Neben der Kontrolle auf Beschädigungen des Leuchtengehäuses sollten auch Steckverbindungen, Leitungen sowie Dichtungen auf Beschädigungen oder Feuchtigkeitseintritt überprüft werden.

Anschließend sollten sämtliche Lichtfunktionen geprüft werden. Hierzu zählen unter anderem Schlusslicht, Bremslicht, Fahrtrichtungsanzeiger, Rückfahrlicht und Nebelschlussleuchte. Bei Fahrzeugen mit erweiterten Lichtfunktionen empfiehlt es sich zusätzlich, dynamische Fahrtrichtungsanzeiger, Welcome- und Leaving-Home-Funktionen sowie gegebenenfalls vorhandene Lichtanimationen auf ihre einwandfreie Funktion zu überprüfen. Unregelmäßigkeiten im Lichtbild, Helligkeitsunterschiede oder einzelne ausgefallene LED-Segmente können bereits erste Hinweise auf elektrische oder elektronische Störungen liefern.

Video

In diesem Video werfen wir einen Blick auf verschiedene Heckleuchten und zeigen, wie sich Lichttechnologien im Aufbau, in ihrer Lichtführung und in ihrem Erscheinungsbild unterscheiden.

Diagnose mit dem Diagnosesystem

Moderne Heckleuchten sind in das Bordnetz des Fahrzeugs integriert und werden je nach Fahrzeugarchitektur über das Bordnetzsteuergerät oder weitere Lichtsteuergeräte angesteuert. Mithilfe eines Diagnosesystems lassen sich Fehlerspeichereinträge, aktuelle Betriebszustände sowie einzelne Leuchtenfunktionen prüfen. Dadurch kann die Ursache eines Fehlers gezielt eingegrenzt werden, bevor weitere elektrische oder elektronische Prüfungen durchgeführt werden.

Fehlerspeicher auslesen

Über das Diagnosesystem können die in den beteiligten Steuergeräten abgelegten Fehlercodes ausgelesen und gelöscht werden. Die Fehlerspeichereinträge liefern erste Hinweise darauf, ob eine Störung der Heckleuchtenansteuerung, der Spannungsversorgung, der Verkabelung oder der Steuergerätekommunikation vorliegt. Vor dem Löschen des Fehlerspeichers sollten die Einträge dokumentiert und im Zusammenhang mit der Fahrzeugbeanstandung bewertet werden.

Parameter auslesen und bewerten

Über die Parameterabfrage können aktuelle Betriebszustände und Eingangssignale der Heckleuchtenansteuerung in Echtzeit angezeigt werden. Je nach Fahrzeughersteller lassen sich beispielsweise die Schaltzustände von Schlusslicht, Bremslicht oder Nebelschlussleuchte sowie weitere Statusinformationen auslesen. Durch den Vergleich der Parameter mit den betätigten Lichtfunktionen kann überprüft werden, ob das Steuergerät die entsprechenden Signale verarbeitet und die Heckleuchte ordnungsgemäß ansteuert.

Bauteilansteuerung durchführen

Über die Bauteilansteuerung lassen sich einzelne Leuchten beziehungsweise Leuchtengruppen gezielt ansteuern. Dadurch kann überprüft werden, ob das übergeordnete Steuergerät die entsprechenden Ausgänge korrekt ansteuert und die Heckleuchte ordnungsgemäß arbeitet. Die Stellglieddiagnose unterstützt dabei, Fehler in der Ansteuerung, der Verkabelung oder der Heckleuchte gezielt einzugrenzen.

6. Fazit

Fazit

Die Entwicklung der Heckleuchte zeigt den Wandel von einer reinen Signalleuchte hin zu einem vernetzten elektronischen System. Moderne Lichttechnologien wie LED, OLED oder FlatLight erweitern die Möglichkeiten der Lichtgestaltung und ermöglichen zusätzliche Komfort- und Sicherheitsfunktionen. Mit der fortschreitenden Digitalisierung und Vernetzung von Fahrzeugen werden Heckleuchten künftig noch stärker in die Fahrzeugarchitektur eingebunden und zunehmend Bestandteil intelligenter Licht- und Kommunikationssysteme. Damit entwickeln sie sich kontinuierlich zu einem wichtigen Baustein moderner Fahrzeugkonzepte.

Weiterführende Informationen zu Fahrzeugbeleuchtungssystemen, Lichttechnologien und Diagnoseverfahren finden Sie auf unserer Themenseite Fahrzeugbeleuchtung in der HELLA Tech World:

https://www.hella.com/techworld/de/technik/beleuchtung/

Hinweis:

Die unterschiedlichen Diagnosemöglichkeiten wurden beispielhaft anhand des Diagnosegerätes mega macs S20 dargestellt. Die jeweilige Prüftiefe und Funktionsvielfalt kann je nach Fahrzeughersteller unterschiedlich ausgelegt sein und ist abhängig von der jeweiligen Systemkonfiguration des Steuergerätes. Schematische Darstellungen, Bilder und Beschreibungen dienen zur Erklärung und Darstellung des Dokumententextes und können nicht als Grundlage zur fahrzeugspezifischen Reparatur verwendet werden.

7. FAQ - Häufig gestellte Fragen

FAQ - Häufig gestellte Fragen

Welche Rolle spielt das Body Control Module (BCM) bei der Ansteuerung moderner Heckleuchten?

Das Body Control Module (BCM) steuert und überwacht die Lichtfunktionen moderner Heckleuchten. Es verarbeitet die Eingangssignale verschiedener Schalter und Steuergeräte und aktiviert die jeweilige Lichtfunktion.

Je nach Fahrzeugarchitektur überwacht das BCM außerdem die Ansteuerung der Lichtfunktionen auf Kurzschluss, Leitungsunterbrechung oder unzulässige Stromaufnahme und legt erkannte Fehler im Fehlerspeicher ab.

Warum reicht eine Spannungsmessung an modernen Heckleuchten häufig nicht mehr aus?

Eine reine Spannungsmessung reicht häufig nicht aus, da moderne Heckleuchten elektronisch angesteuert und überwacht werden. Dadurch lässt sich der tatsächliche Betriebszustand nicht immer eindeutig beurteilen.

Für eine zuverlässige Diagnose sollten zusätzlich Fehlerspeicher, Parameter und Stellgliedtests ausgewertet werden. Je nach Ansteuerung kann auch eine Signalprüfung mit dem Oszilloskop sinnvoll sein.

Woran erkennt man, ob die Ursache einer ausgefallenen Heckleuchte im Steuergerät oder in der Leuchte selbst liegt?

Eine systematische Diagnose hilft, die Fehlerursache gezielt einzugrenzen. Fehlerspeicher, Parameter und Stellgliedtests zeigen, ob das Steuergerät die Heckleuchte ordnungsgemäß ansteuert.

Liegt am Steckverbinder eine korrekte Ansteuerung an, befindet sich die Ursache häufig in der Heckleuchte. Fehlt das Ansteuersignal, sollten Steuergerät, Spannungsversorgung, Masseverbindungen und Leitungsführung überprüft werden.

Warum können nach dem Austausch einer Heckleuchte Fehlfunktionen auftreten?

Nach dem Austausch einer Heckleuchte können je nach Fahrzeug zusätzliche Arbeitsschritte erforderlich sein. Nicht jedes Steuergerät erkennt eine neue Leuchte automatisch oder übernimmt deren Konfiguration selbstständig.

Abhängig von der Fahrzeugarchitektur können Codierungen, Parametrierungen oder Initialisierungen notwendig sein. Werden diese nicht durchgeführt, können Fehlerspeichereinträge bestehen bleiben oder einzelne Lichtfunktionen eingeschränkt sein.

Können einzelne LED-Segmente einer Heckleuchte repariert werden?

In den meisten Fällen ist eine Reparatur einzelner LED-Segmente nicht vorgesehen. Moderne Heckleuchten sind als kompakte Baugruppen aus Lichtquelle, Elektronik und optischen Komponenten aufgebaut.

Da viele Leuchten dauerhaft verkapselt oder verklebt sind, wird im Reparaturfall üblicherweise die komplette Leuchteneinheit entsprechend den Herstellervorgaben ersetzt.

Welche Auswirkungen können beschädigte Steckverbindungen oder Korrosion auf die Heckleuchtenfunktion haben?

Beschädigte Steckverbindungen oder Korrosion führen nicht immer zum vollständigen Ausfall der Heckleuchte. Häufig treten zunächst sporadische Funktionsstörungen, Helligkeitsunterschiede oder einzelne ausgefallene Lichtfunktionen auf.

Deshalb sollten Steckverbinder bei der Diagnose stets auf festen Sitz, Korrosion, Beschädigungen und Feuchtigkeitseintritt geprüft werden, bevor Leuchten oder Steuergeräte ersetzt werden.

Wie hilfreich ist dieser Artikel für Sie?

Gar nicht hilfreich
5
4
3
2
1
Sehr hilfreich
Success

Wrong Captcha

Wrong Captcha

Error

Something went wrong

Ersatzteil-Finder
KBA-Nummer Kfz-Kennzeichen Manuelle Fahrzeugidentifikation OE-Nr.

Geben Sie die KBA-Nummer Ihres Fahrzeugs in das Eingabefeld ein. Die KBA-Nummer finden Sie in Ihrem Fahrzeugschein.

Error

Leider wurde Ihr Fahrzeug nicht gefunden. Bitte vergewissern Sie sich, dass die von Ihnen angegebenen Daten richtig sind oder versuchen Sie es erneut.

Top Hersteller
Weitere Hersteller
Modell Zurück
Typ Zurück

Geben Sie die OE-Nummer in das Eingabefeld ein. Die OE-Nummer finden Sie in der Regel auf dem Ersatzteil selbst oder in den Fahrzeugdokumenten.

Ersatzteil-Finder
Einfache Fahrzeugidentifikation mit KBA-Nummer Ermitteln Sie auch Ersatzteile mit OE-Nummern Detaillierte Produktinformationen Finden Sie Großhändler in der Nähe
dummy
Processing Selected Car
Hersteller
Modellreihe
Fahrzeug
Leistung [PS/kW]
Hubraum [ccm]
Kraftstoffart
Baujahr
Motorcode

Kategorie
Zurück
dummy
Teilen Sie
Senden mit Link kopieren
URL auf das Clickboard kopiert !
Artikel Nummer
Number
Die Nummer wurde in Ihre Zwischenablage kopiert!
Suche im Web Bei eBay kaufen Montageanleitung
Mehr Details
Name Wert
Weniger Details

Ihre Händler in
Autoteile Krammer GmbH
dummy
Lechstraße 1-3
68199 Mannheim
Karte anzeigen
The HELLA ebay Partner Shop

Das könnte Sie auch Interessieren

LED-Hauptscheinwerfer in asiatischen Fahrzeugen
Grundlagenwissen
LED-Hauptscheinwerfer in asiatischen Fahrzeugen
Erfahren Sie, wie moderne LED-Hauptscheinwerfer in asiatischen Fahrzeugen funktionieren und was bei Diagnose, Reparatur und Kalibrierung zu beachten ist.
Lesezeit: 7 Minuten
ECE-Normen
Grundlagenwissen
ECE Normen: Vorschriften für Fahrzeugbeleuchtung
Erfahren Sie, welche Anforderungen ECE R48 sowie UN R148 und R149 an moderne Fahrzeugbeleuchtung stellen und was Werkstätten bei Diagnose, Codierung, Kalibrierung und Reparatur beachten müssen.
Lesezeit: 9 Minuten
Signalleuchte
Grundlagenwissen
Signalleuchten - Defekt, Prüfen, Vorschriften
Entdecken Sie die häufigsten Probleme bei Signalleuchten und wie Sie diese beheben, inklusive praktischer Tipps für die Werkstatt.
Lesezeit: 5 Minuten
AFS Scheinwerfer
Grundlagenwissen
AFS-Scheinwerfer: Adaptives Lichtsystem erklärt
Entdecken Sie, wie AFS-Scheinwerfer funktionieren und was Sie über das Advanced Frontlighting System wissen sollten.
Lesezeit: 4 Minuten
Scheinwerfertechnologien in Elektrofahrzeugen
Grundlagenwissen
Scheinwerfertechnologien in Elektrofahrzeugen
Erfahre, wie innovative LED- und Software-Scheinwerfer E-Autos sicherer und intelligenter machen.
Lesezeit: 5 Minuten
Grundlagenwissen
Audi A6 Matrix LED-Scheinwerfer – Technik & Reparatur
Lesezeit: 7 Minuten
Leuchtweitenregulierung
Grundlagenwissen
Leuchtweitenregulierung - Funktion, Defekt, Prüfen
Wie funktioniert die Leuchtweitenregulierung? Erfahren Sie mehr über dynamische und automatische Systeme sowie Fehlerbehebung.
Lesezeit: 7 Minuten
Tagfahrlicht nachruesten
Grundlagenwissen
Tagfahrlicht nachrüsten - Einbauen und codieren
Erfahren Sie, wie Sie Tagfahrlicht nachrüsten, inklusive Videoanleitung, Vorschriften und Codierungsanweisungen für die Werkstatt.
Lesezeit: 8 Minuten
SSL HD Matrix LED Scheinwerfer
Grundlagenwissen
SSL HD-Matrix LED-Scheinwerfer: Fehlersuche
Erfahren Sie, wie SSL-HD-Matrix LED-Scheinwerfer aufgebaut sind und wie sie im Fahrzeug kommunizieren, plus Service- und Reparaturtipps.
Lesezeit: 7 Minuten
Scheinwerfer
Grundlagenwissen
Scheinwerfer - Bauteile, Typen, Vorschriften
Vergleich der vier wichtigsten Scheinwerfersysteme, inklusive Vorschriften für die Fahrzeugbeleuchtung – Wissen für die Kfz-Werkstatt.
Lesezeit: 8 Minuten

Kurze Frage

Super! Nur noch ein Schritt

Anmeldung erfolgreich

Gehen Sie zu Ihrem Posteingang und bestätigen Sie Ihre E-Mail-Adresse, damit Sie unsere Updates nicht verpassen!

Freuen Sie sich auf brandneue technische Videos, Ratschläge für die Autoreparatur, Schulungen, hilfreiche Diagnosetipps, Marketingkampagnen und vieles mehr... alle zwei Wochen direkt in Ihrem Posteingang!