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Immer mehr E-Fahrzeuge erobern die Straßen – für den Ladeprozess zu Hause an der Wallbox oder unterwegs an der Ladesäule wird das passende Kabel mit dem entsprechenden Ladestecker benötigt. HELLA stellt die verschiedenen Typen vor.
Je nach Region oder Autohersteller werden für E-Fahrzeuge unterschiedliche Ladesteckertypen verwendet, bis heute gibt es noch keinen international gültigen Standard für den Steckertyp eines E-Fahrzeugs. Innerhalb Deutschlands und Europas hat sich allerdings der Typ-2- und der CCS-Stecker (Combo) als Standard etabliert. Außerdem gibt es inzwischen viele Ladestationen, die mehrere Anschlussmöglichkeiten anbieten. Zusätzlich verfügen die meisten Elektroautos mittlerweile über die Möglichkeit, mit unterschiedlichen Ladesteckertypen umzugehen – entweder durch serienmäßig eingebaute Anschlüsse oder durch Adapter.
E-Fahrzeuge fahren mit Gleichstrom, die verschiedenen Steckertypen nehmen aber entweder Wechselstrom (AC) oder Gleichstrom (DC) auf. Mit dem in Europa weitverbreiteten Typ 2-Stecker wird beispielsweise Wechselstrom „getankt“, ein integrierter Gleichrichter wandelt den geladenen Wechselstrom dann um.
Typ 1 (SAE J1772): Dieser Steckertyp wurde in den USA entwickelt und ist auch in Asien verbreitet. Autohersteller wie Hyundai, Nissan und Ford verkaufen Fahrzeuge mit diesem Anschluss. Er besteht aus einem rechteckigen einphasigen Stecker mit fünf Pins und wird für das AC-Laden verwendet. Typ 1-Stecker bieten normalerweise eine Ladeleistung von bis zu 7,4 kW. In Deutschland erweist sich das eher als Nachteil, da das dreiphasige Stromnetz eine höhere Ladeleistungen von 11 kW bis 43 kW ermöglicht.
Typ 2 (IEC 62196-2, Mennekes): Typ 2 ist einer der verbreitetsten Steckertypen in Europa und wird auch für das AC-Laden verwendet. Er wird auch Mennekes-Stecker genannt – das deutsche Unternehmen Mennekes Elektrotechnik war nämlich an der Entwicklung beteiligt. Die Europäische Kommission hat den Steckertyp im Januar 2013 mit der Bezeichnung EN 62196 Typ 2 als Standard in der EU festgelegt. Der Stecker mit sieben oder neun Pins ermöglicht eine höhere Ladeleistungen als Typ 1. Mennekes-Stecker können Ladeleistungen von bis zu 22 kW oder sogar 43 kW unterstützen. Viele großen Autobauer wie Mercedes, VW und Audi stellen Typ-2-Elektroautos mit Typ-2-Ladekabel her. Durch die dreiphasigen Stecker fließt der Strom deutlich schneller als durch einphasige Typ-1-Ladekabel.
CCS (Combined Charging System): Das Combined Charging System oder auch „Combo 2“ genannt ist ein universeller Steckertyp, der sowohl das AC- als auch das DC-Laden ermöglicht. Er basiert auf dem Typ 2-Stecker und verfügt über zusätzliche Pins für das schnelle Gleichstromladen. CCS-Stecker sind in Europa weit verbreitet und unterstützen Ladeleistungen von bis zu 350 kW.
CHAdeMO: CHAdeMO ist ein japanischer Steckertyp, der hauptsächlich in Japan und einigen anderen asiatischen Ländern verwendet wird. Er ermöglicht ebenfalls das schnelle Gleichstromladen und kann Ladeleistungen von bis zu 200 kW unterstützen. CHAdeMO-Stecker werden auch in einigen europäischen Ländern und Nordamerika eingesetzt, sind aber weniger verbreitet als CCS.
Tesla Supercharger: Tesla als einer der bekanntesten Elektroautohersteller hat seinen eigenen proprietären, speziell entwickelten Steckertyp. Tesla Supercharger verwenden eine modifizierte Version des Typ 2-Steckers und ermöglichen das schnelle Gleichstromladen. Sie sind hauptsächlich in Nordamerika, Europa und Asien im Einsatz.
Schuko-Stecker: Im Notfall kann ein E-Auto auch über eine normale Steckdose laden – das geht mit einem Schuko-Stecker. Schuko steht dabei für Schutzkontakt und passt in jede Haushaltssteckdose (Typ CEE 7/3). Aber Vorsicht: Diese Steckdosen sind nicht für eine hohe Dauerbelastung ausgelegt – Überhitzung und Kabelbrände können die Folge sein. Sollte der Fall dennoch eintreten, sollte ein Notkabel für das Aufladen verwendet werden.
CEE-Stecker oder Camping-Stecker: Der CEE-Stecker ist blau, einphasig und kann auch als Ladestecker für E-Autos genutzt werden. Er wird auch Camping-Stecker genannt, weil er schon vor dem Aufkommen der E-Fahrzeuge Wohnmobile auf Campingplätzen mit Strom versorgt hat. Anders als der konventionelle Schuko-Stecker kann er dauerhaft mit 3,7 kW belastet werden. Schneller geht das Aufladen mit dem fünfpoligen roten CEE-Stecker (dreiphasig) für Industriesteckdosen. Der kleine Industriestecker (CEE16) erlaubt Ladeleistungen von bis zu 11 kW (400 V, 16 A Anschlusswert), der große (CEE32) bis zu 22 kW (400 V, 32 A Anschlusswert).
Es gibt sowohl Ladekabel, die fest mit einer Ladestation verbunden sind, als auch solche, die im Fahrzeug mitgeführt werden. Zwei Kabeltypen sind dabei besonders verbreitet:
In der Regel verfügen die Wechselstrom-(AC)-Ladesäulen über eine Typ-2-Box. Das Mode-3-Kabel kann also mit einem Typ-2-Stecker an den Typ-2-Anschluss angeschlossen und mit einer Ladeleistung von 22 kW aufgeladen werden. Ab 43 kW und bei Schnellladern mit Gleichstrom (DC) sind die Ladekabel an der Ladestation fest installiert. Für Typ-1-Stecker gibt es übrigens Adapter, um sie an eine Typ-2-Steckdose anschließen zu können.
Gleichstrom wird über die Ladestecker CCS- und Chademo abgegeben. Die entsprechenden Kabel sind immer fest an den Säulen angebracht.
Damit der Ladevorgang sicher verläuft und nicht unterbrochen werden kann, bietet HELLA Verrieglungsaktuatoren an, um das vorzeitige Herausziehen des Kabels bzw. des Steckverbinders zu verhindern. Diese Aktuatoren werden sowohl im Fahrzeug als auch in der Ladesäule bzw. Wallbox installiert und sind für alle Ladesteckertypen geeignet!
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