Message from the CEO
30.01.2023
„Die Zusammenarbeit unter dem Dach von FORVIA ist ein großer Gewinn“
Entwicklungsprozesse werden immer komplexer. Ihre Effizienz soll auch durch die Organisation Global Technology & Innovation gesteigert werden. Geleitet wird sie von Kay Talmi, der in dieser Funktion Mitglied der Geschäftsleitung Elektronik geworden ist.
Kay Talmi verantwortet die im Oktober 2022 neu geschaffene Elektronik-Organisation „Global Technology & Innovation“
Donnerstag 26.01.2023
Kay Talmi ist gewissermaßen ein Urgestein bei HELLA. 2004 hat der Informatiker beim Softwarespezialisten HELLA Aglaia in Berlin angefangen, 2009 wurde er dessen Geschäftsführer. Seit Juli 2020 leitet er zudem das Global Software House, zu dem derzeit rund 370 Softwareentwickler weltweit zählen. Er hat also einen guten Überblick über den Veränderungsprozess, den die Automobilbranche derzeit durchläuft.
„Wir erleben derzeit die vielleicht größte Transformation, die es in der Geschichte der Mobilität je gegeben hat“, sagt Talmi. „Für HELLA sind das große Wachstumschancen, weil unsere Produkte und Komponenten unverzichtbar sind für Trends wie Elektromobilität und automatisiertes Fahren.“ Zugleich aber werden Produkte dadurch komplexer, anspruchsvoller, Entwicklungszeiten kürzer, funktionale Sicherheit wichtiger. „Und das bedeutet: Die Arbeitsbelastung steigt. Das müssen wir bewältigen können, gerade angesichts unseres hohen Auftragsbestands“, betont Talmi.
Hierzu beitragen soll auch eine neue Organisation, die im Oktober letzten Jahres im Elektronikbereich gegründet worden ist: Global Technology & Innovation. Kay Talmi verantwortet sie, in dieser Funktion ist er zugleich Mitglied der Geschäftsleitung Elektronik von HELLA geworden.
Etwas vereinfacht sieht der Ansatz so aus: Alle Themen, die für mehr als eine Abteilung oder einen Produktbereich relevant sind, sollen gebündelt werden. „Uns geht es nicht darum, anderen Teams etwas wegzunehmen, ganz im Gegenteil“, betont Talmi. „Wir wollen vor allem Sparringspartner für die Entwicklung sein. Wir wollen helfen, dass die Teams noch mehr voneinander profitieren, dass Fachwissen und Best Practices noch mehr im globalen Netzwerk geteilt werden. Wir wollen unseren Kolleginnen und Kollegen vor allem den Rücken freihalten und ihnen so Freiräume geben, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: die Arbeit mit Produkt und Kunde.“ Vieles, das nun angegangen wird, ist noch essenzielle Grundlagenarbeit, allgemeine Stoßrichtungen aber kristallisieren sich bereits heraus. „Wir drehen nicht an dem einen großen Rad“, sagt Talmi. Vielmehr wolle man an zahlreichen kleinen Stellhebeln ansetzen, um die Effizienz in der Entwicklung weiter zu steigern, Prozesse und Methoden zu verbessern, zu verschlanken und zu digitalisieren.
So sollen beispielsweise verstärkt digitale Zwillinge zum Einsatz kommen, also virtuelle Abbilder des Produkts; die Produktbereiche werden bei der Entwicklung von „software only“-Produkten unterstützt und der Vertrieb bei der Frage, wie künftige Softwareprodukte eigentlich bepreist werden. Die Produkt- und Cybersicherheit wird künftig noch enger in die Entwicklung eingebunden; auch die neu gegründete Global Engineering Academy des Elektronikbereichs sowie das Ressourcenmanagement für Forschung & Entwicklung sind der neuen Organisation zugeordnet. „Wir müssen nach vorne heraus die richtige Balance finden zwischen Perfektionismus auf der einen und schlanken, effizienten Arbeitsweisen auf der anderen Seite“, sagt Talmi. Das sei letztlich nicht nur eine Frage der Entwicklungsprozesse, sondern vor allem auch der Herangehensweise, der Kultur.
„Wir befinden uns mit unserer Arbeit und unserer Organisation in einem recht frühen Stadium“, sagt Talmi. „Aber ich glaube, dass wir damit jetzt die richtigen Weichen stellen. Nicht nur, um uns in der Entwicklung zukunftsstark aufzustellen. Sondern vor allem, um auch weiterhin mit Spaß und Leidenschaft bei der Sache sein zu können.“