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​​​​Q3 GJ 2025: Umsatz und Ergebnis auf Vorjahresniveau

​​FORVIA HELLA hat die vollständigen Finanzergebnisse für die ersten neun Monate 2025 bekanntgegeben: Umsatz und Ergebnis haben sich stabil entwickelt, der Unternehmensausblick wurde bestätigt. Derzeitige Handelsrestriktionen sorgen jedoch für Unsicherheiten.

​​​​Q3 GJ 2025

​​Die Zahlen, Daten und Fakten für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2025: Getragen wurde der Umsatz vor allem von der Business Group Elektronik

Freitag 07.11.2025

FORVIA HELLA hat heute die vollständigen Ergebnisse für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2025 vorgelegt (1. Januar bis 30. September 2025). So ist, wie das Unternehmen bereits am 17. Oktober 2025 mitgeteilt hatte, der konzernweite Umsatz währungsbereinigt leicht um 0,4 Prozent auf 6,0 Milliarden Euro gestiegen. Unter Berücksichtigung negativer Wechselkurseffekte hält der Umsatz zudem mit 5,9 Milliarden Euro weitgehend das Niveau des Vorjahres. Im selben Zeitraum ist die weltweite Fahrzeugproduktion um 3,8 Prozent gestiegen, mit Asien als einzig wachsendem Automobilmarkt weltweit.

Das Operating Income beläuft sich im Neun-Monats-Zeitraum auf 338 Millionen Euro (Vorjahr: 344 Millionen Euro), die Operating Income-Marge liegt mit 5,8 Prozent auf dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr: 5,8 Prozent). Der Netto Cashflow hat sich gegenüber dem Vorjahr deutlich auf 68 Millionen Euro verbessert (Vorjahr: -8 Millionen Euro), das Verhältnis zum Konzernumsatz erhöht sich daher auf 1,2 Prozent (Vorjahr: -0,1 Prozent).

Die vollständige Neun-Monats-Finanzmitteilung für das Geschäftsjahr 2025 ist hier zu finden.

„In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres haben wir weiterhin eine hohe Resilienz und Anpassungsfähigkeit bewiesen. In einem volatilen Branchenumfeld, in dem ausschließlich der asiatische Markt wächst, haben wir Umsatz und Ergebnis stabil halten und zudem unseren Netto Cashflow signifikant verbessern können“, sagt Bernard Schäferbarthold, Vorsitzender der Geschäftsführung von FORVIA HELLA. „Wir haben daher unter anhaltend anspruchsvollen Rahmenbedingungen insgesamt sehr solide Finanzergebnisse erzielt. In diesem Zusammenhang zahlen sich vor allem auch unsere verschiedenen strategischen und strukturellen Initiativen aus. Diese verbessern nicht nur unsere globale Kostenbasis und tragen zu einer effizienten Kapitalallokation bei, sondern stärken langfristig unsere Aufstellung in einem noch wettbewerbsintensiveren Markt.“

Elektronik wächst durch hohe Radarnachfrage; Marktschwäche und Serienausläufe belasten Lichtgeschäft; Umsatz von Lifecycle Solutions stabilisiert sich

Der unternehmensweite Umsatz wurde in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2025 von der Business Group Elektronik getragen, die ihren Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 5,6 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro gesteigert hat (Vorjahr: 2,4 Milliarden Euro). Maßgeblicher Faktor hierfür war vor allem das weltweite Umsatzwachstum im Radargeschäft: Dieses resultiert einerseits aus dem Anlauf neuer Kundenprojekte in diesem Jahr sowie andererseits aus bestehenden Serienproduktionen, die nun weiter hochgelaufen sind. In Europa sowie in China hat das Elektronikgeschäft von FORVIA HELLA zudem von einer höheren Nachfrage nach Fahrzeugzugangssystemen profitiert; in China hat sich darüber hinaus auch das Geschäft mit Low Volt-Batteriemanagementsystemen erfolgreich entwickelt.

Im Lichtbereich reduzierte sich der Umsatz demgegenüber um 8,5 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro (Vorjahr: 3,0 Milliarden Euro). Ursächlich hierfür ist zum einen die Marktschwäche mit einer rückläufigen Fahrzeugproduktion insbesondere im europäischen Raum sowie zum anderen der Auslauf verschiedener großvolumiger Kundenprojekte in China und im amerikanischen Markt. Nur in Teilen konnte dies durch gestiegene Produktionsvolumina für einzelne Scheinwerfer- und Heckleuchtenprojekte in Europa und Amerika kompensiert werden.

In der Business Group Lifecycle Solutions ist der Umsatz um 4,2 Prozent auf 0,7 Milliarden Euro zurückgegangen (Vorjahr: 0,8 Milliarden Euro). Das freie Ersatzteilgeschäft hat sich zwar infolge eines erweiterten Angebots im asiatischen Markt grundsätzlich stabil entwickelt. Allerdings haben im Berichtszeitraum geringe Investitionen aufseiten von Land- und Baumaschinenherstellern das Nutzfahrzeuggeschäft insgesamt beeinträchtigt. Dennoch hat sich die Stabilisierung in dieser Business Group, die bereits im zweiten Quartal des Jahres begonnen hat, auch im dritten Quartal fortgesetzt und zu einem leichten Umsatzwachstum in diesem Zeitraum geführt.

Unternehmensausblick wird bestätigt

CEO Bernard Schäferbarthold: „Die Finanzergebnisse der ersten drei Quartale entsprechen bislang voll und ganz unseren Erwartungen. Allerdings gehen wir davon aus, dass sich im letzten Quartal des Jahres die weltweite Fahrzeugproduktion rückläufig entwickeln wird. Insbesondere führen die jüngst verhängten Beschränkungen im internationalen Handel zu zusätzlichen Unsicherheiten in den Wertschöpfungsketten. Wir überwachen daher unsere globalen Liefer- und Logistikketten fortlaufend, um in einem engen Austausch mit unseren Kunden und Lieferanten Maßnahmen zur Risikominderung bestmöglich umzusetzen.“

FORVIA HELLA bestätigt daher unter der Annahme einer hinreichend abgesicherten Versorgungslage bei Halbleitern sowie unter Berücksichtigung eingeleiteter Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Lieferkettenstabilität die Prognose für das Geschäftsjahr 2025. Demnach geht das Unternehmen weiter davon aus, im laufenden Jahr einen währungsbereinigten Umsatz zwischen rund 7,6 und 8,0 Milliarden Euro sowie eine Operating Income-Marge zwischen rund 5,3 und 6,0 Prozent zu erzielen. Für den Netto Cashflow wird unverändert ein Wert von mindestens 200 Millionen Euro erwartet.

„Die derzeitigen Engpässe bei elektronischen Bauteilen stellen für uns und die gesamte Branche eine weitere Herausforderung in einem ohnehin schon äußerst anspruchsvollen Marktumfeld dar. Mein ausdrücklicher Dank gilt an dieser Stelle allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unserer Task Force, die sich Tag und Nacht dafür einsetzen, Versorgungsengpässe zu vermeiden und unsere Lieferfähigkeit unseren Kunden gegenüber aufrecht zu erhalten. Auch allen anderen Kolleginnen und Kollegen, die unsere Task Force nach Kräften unterstützen oder dazu beitragen, das Unternehmen bestmöglich durch diese Zeit zu bringen, möchte ich meinen herzlichen Dank aussprechen“, betont Bernard Schäferbarthold.

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