Fragen und Antworten zum Krieg in der Ukraine

Der Angriff auf die Ukraine erschüttert die Menschen weltweit. Welche Bedeutung haben Russland und die Ukraine für die Automobilbranche, welche Folgen hat der Krieg für HELLA und welche Hilfe wird geleistet? Ein Überblick.

Weltweit schauen die Menschen mit Sorge auf die Ukraine. So führt der militärische Konflikt zu unbeschreiblichem Leid. Daneben hat der Krieg auch Folgen für die globale Automobilindustrie

Weltweit schauen die Menschen mit Sorge auf die Ukraine. So führt der militärische Konflikt zu unbeschreiblichem Leid. Daneben hat der Krieg auch Folgen für die globale Automobilindustrie

Freitag 04.03.2022

Die Unternehmen der deutschen Automobilindustrie haben den russischen Angriffskrieg geschlossen verurteilt. Auch HELLA verfolgt den militärischen Angriff auf die Ukraine mit größter Sorge. Bilder der Kriegshandlungen bewegen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weltweit; die Gedanken und das Mitgefühl sind bei den Menschen im Land sowie allen Betroffenen.

Welche Bedeutung haben Russland und die Ukraine für die Automobilindustrie?

Die Rolle, die Russland und die Ukraine für die globale Automobilindustrie sowohl als Produktions- als auch als Absatzmarkt spielen, ist überschaubar. Im Kalenderjahr 2021 sind in beiden Ländern insgesamt nur rund 1,5 Millionen Fahrzeuge produziert worden. Das entspricht weniger als zwei Prozent der weltweiten Fahrzeugproduktion. Nichtsdestotrotz gibt es dort zum Teil wichtige Zulieferunternehmen. Beispielsweise wird aus der Ukraine heraus bis zu 40 Prozent des Bedarfs an Kabelbäumen für den europäischen Markt abgedeckt.

Welche unmittelbaren Folgen hat der Konflikt für HELLA?

HELLA hat weder in Russland noch in der Ukraine eigene Produktions- und Entwicklungsstandorte. Zudem bestehen auch keine wesentlichen Lieferbeziehungen zu Automobilherstellern in der Region. Von daher hält sich der unmittelbare Einfluss der militärischen Auseinandersetzung auf das Unternehmen in Grenzen. Die einzige Präsenz von HELLA in Russland ist ein Aftermarket-Vertriebsbüro mit etwa 25 Beschäftigten in Moskau. Entgegen der aktuellen Berichterstattung in der Lippstädter Presse wurde dieses Büro nicht geschlossen, sondern die Belieferung an diesen Standort wurde in Abstimmung mit dem Geschäftsführer vor Ort sowie den dortigen Kunden bis auf weiteres ausgesetzt. Das HELLA Team in Moskau ist zunächst primär mit Innendienstaufgaben beschäftigt.

Welche indirekten Auswirkungen hat der Krieg in der Ukraine auf HELLA?

Rein wirtschaftlich gesehen, lässt sich aktuell noch nicht genau abschätzen, welche Folgen der Krieg für HELLA haben wird. Viele Automobilhersteller haben ihre lokale Produktion in Russland unterbrochen und auch den Export in das Land eingestellt. Zudem sind insbesondere in der Ukraine wichtige Zulieferbetriebe ausgefallen, wodurch es bereits zu erheblichen Versorgungsengpässen und Unterbrechungen in den Lieferketten kommt. Infolgedessen haben manche Automobilhersteller schon ihre Produktion drosseln oder teilweise ganz stillgelegen müssen. Dieser Rückgang wird sich möglichweise auch auf die Nachfrage nach HELLA Produkten auswirken. Zugleich ist infolge des Krieges mit weiteren Knappheiten sowie Preissteigerungen bei unterschiedlichen Rohmaterialien sowie bei der Energieversorgung zu rechnen. Klar ist aber ebenso: Die möglichen wirtschaftlichen Konsequenzen für HELLA stehen in keinem Verhältnis zu dem menschlichen Leid, das durch den Krieg ausgelöst wird. Deshalb appelliert HELLA mit Nachdruck an die sofortige Einstellung der Kriegshandlungen.

Was unternimmt HELLA in der aktuellen Situation?

HELLA hat unverzüglich den globalen Krisenstab aktiviert, der die Lage rund um den Ukraine-Krieg sowie dessen Folgen genau beobachtet und evaluiert. Neben Sicherstellung der Lieferbeziehungen im europäischen Kundennetzwerk stehen vor allem auch mögliche Auswirkungen auf angrenzende osteuropäische Länder mit HELLA Standorten im Fokus. Vor dem Hintergrund haben sich dort zudem lokale Task Forces gebildet.

Welches Engagement zeigen die Beschäftigten von HELLA?

Die Lage in der Ukraine erschüttert die Beschäftigten von HELLA weltweit, viele haben ihre Hilfe angeboten. An mehreren HELLA Standorten, beispielsweise in Deutschland, Rumänien, Litauen, Tschechien oder der Slowakei, sind innerhalb kurzer Zeit bereits vielfältige Hilfsaktionen angelaufen. Diese reichen von Sachspenden über finanzielle Hilfen bis hin zur konkreten Unterstützung für ukrainische Arbeiter in der Slowakei. Diese Initiativen werden in der Regel auf lokaler Ebene koordiniert und durchgeführt, da dort am ehesten beurteilt werden kann, welche Art von Hilfe benötigt wird und wie diese bestmöglich geleistet werden kann. HELLA wird darüber hinaus kontinuierlich prüfen, inwieweit die Maßnahmen zusätzlich unterstützt werden können.

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