Neue Designkonzepte für die Fahrzeugfront

E-Autos haben keinen klassischen Kühlergrill, die Fahrzeugfront lässt sich daher frei gestalten. Hierfür entwickelt HELLA große Panels. Nicht nur das Design spielt dabei eine wichtige Rolle, sondern auch die Integration weiterer Funktionen.

Panels von HELLA setzen die Fahrzeugfront charakteristisch in Szene, dem Gestaltungsfreiraum sind kaum Grenzen gesetzt

Panels von HELLA setzen die Fahrzeugfront charakteristisch in Szene, dem Gestaltungsfreiraum sind kaum Grenzen gesetzt

Donnerstag 24.03.2022

Weich, fließend, futuristisch – wenn es ein Merkmal gibt, an dem ein Elektroauto sofort erkannt werden kann, dann ist es das Design des Frontbereichs. Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Auto mit Verbrennungsmotor benötigt ein Elektroauto keine aktive Motorkühlung. „Somit kann der klassische Kühlergrill entfallen. Das eröffnet Designern von E-Fahrzeugen ganz neue Gestaltungsmöglichkeiten“, sagt Dr. Frank Huber, verantwortlicher Geschäftsführer für den Bereich Licht beim international aufgestellten Automobilzulieferer HELLA. „Die gesamte Fläche lässt sich so frei gestalten. Hierfür entwickelt HELLA großflächige Panels. Besonderes Augenmerk liegt hierbei nicht nur auf dem Design, sondern vor allem auf der Integration von weiteren Funktionalitäten.“

Auf Basis der ausgeprägten Licht- und Elektronikexpertise des Unternehmens integriert HELLA Frontradar-Abdeckungen, sogenannte Radome, Radarsensoren, Lidar, Kameras für Fahrerassistenzsysteme und Scheinwerfer in die Abdeckungen. „Wir agieren als innovativer Systemintegrator. Fahrzeughersteller profitieren hiervon, da sie so weniger Sublieferanten koordinieren müssen“, sagt Dr. Huber. Darüber hinaus stellt HELLA sicher, dass die einzelnen Komponenten miteinander kompatibel sind. Das Ergebnis sind hochintegrierte, multifunktionale Panels, die zudem ein unverwechselbares Design aufweisen.

Attraktives Erscheinungsbild, bei Tag und Nacht

Um dem Panel ein attraktives Tag- und Nachterscheinungsbild zu verschaffen, verwendet HELLA unterschiedliche Fertigungsverfahren. Beispielsweise lassen sich mit einem Laser Strukturen wie Hexagone in die Oberfläche einbringen. Hersteller können individuell wählen, ob Panels in Fahrzeugfarbe, in homogenem Schwarz oder in Chromoptik umgesetzt werden. HELLA beherrscht neue Technologien wie Spritzprägen, Folienhinterspritzung und andere, um hochdekorative Bauteile nach Kundenwunsch zu produzieren. Bei Nacht bzw. in eingeschaltetem Zustand werden die Lichtaustritte durchleuchtet und Strukturen sowie Animationen sichtbar. „Im Rahmen der jeweiligen Gesetzgebung ist designtechnisch vieles möglich“, erklärt Dr. Huber. Ein weiterer Vorteil: Die Panels lassen sich schnell, etwa für unterschiedliche Modellvarianten, individualisieren, indem lediglich das Design bzw. Styling der Oberfläche angepasst wird. „Dafür sind keine aufwendigen Werkzeuganpassungen mehr notwendig, wodurch sich die Investition für Automobilhersteller schneller amortisiert.“

Panels übernehmen wichtige Sicherheitsfunktionen

Neben dem Designaspekt kommt dem Panel auch eine wichtige Sicherheitsfunktion zu. So dient es als Schutz für empfindliche Systeme wie Einparkassistenten oder der automatischen Distanzregelung. Auf Wunsch lässt sich das Panel auch beheizen, wodurch selbst bei schlechtem Wetter eine zuverlässige Funktionalität sichergestellt ist. Dieser Aspekt gewinnt vor allem mit Blick auf das autonome Fahren zunehmend an Bedeutung.

HELLA treibt die Entwicklung der eigenen Panel-Technologie weiter voran. Das erste hochintegrierte Panel des Unternehmens ist im dritten Quartal 2021 bei einem europäischen Fahrzeughersteller in Serie gegangen. Darüber hinaus arbeitet HELLA aktuell an einem über einem Meter breiten Panel für eine europäische E-Fahrzeugmarke, das voraussichtlich im dritten Quartal 2022 in Serie gehen wird. Das Panel erfordert höchste Oberflächenqualität und ist zudem „radar-durchlässig“, um die Funktion der automatischen Distanzregelung (ACC) realisieren zu können.

HELLA treibt die Entwicklung der eigenen Panel-Technologie weiter voran.

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