Elektronik
16.09.2025
FORVIA HELLA bringt iPDM erstmals erfolgreich in Serie
Zur UN Climate Week zeigt FORVIA HELLA, wie Klimaschutz nicht nur Strategie, sondern gelebter Alltag wird.
Anke Sommermeyer, Leiterin des Corporate Sustainability Offices bei FORVIA HELLA steht im neuesten “What the HELLA” Rede und Antwort zum Thema CO₂-Organisation
Montag 22.09.2025
Klimaschutz ist bei FORVIA HELLA längst kein Randthema mehr. Das Unternehmen hat in diesem Jahr eine eigene CO₂-Organisation ins Leben gerufen – ein Netzwerk aus Verantwortlichen in jeder Business Group und Fachexperten in zentralen Funktionen wie Einkauf, Entwicklung, Logistik oder Umweltmanagement. Ihr Ziel: Die CO₂-Reduktion dort vorantreiben, wo die Expertise sitzt. Schnell, gezielt und praxisnah.
„Wir setzen uns kontinuierlich mit dem CO2-Fußabdruck des Unternehmens und der Produkte auseinander, um zu verstehen, wo wir konkret ansetzen müssen. Auf dieser Basis erarbeiten wir konkrete Maßnahmen zur CO2 Reduktion und bringen diese in die Umsetzung“, sagt Anke Sommermeyer, Leiterin des Corporate Sustainability Offices bei FORVIA HELLA. „Das Ganze nimmt richtig Fahrt auf – auch in enger Zusammenarbeit mit FORVIA. Wichtig ist, dass Klimaschutz nicht als eigenes Projekt läuft, sondern zunehmend im Geschäftsalltag mitgedacht wird.“ Beispiele dafür sind die Optimierung von Transportwegen oder die Einführung neuer, nachhaltiger Verpackungslösungen.
Produktdesign als Hebel
Ein zentraler Hebel liegt im Produktdesign. Bei jedem neuen Produkt stellt sich die Frage: Welche Materialien werden eingesetzt? Wie lässt sich der Energieverbrauch in der Produktnutzung senken? Wie kann das Produkt reparierbar und ressourcenschonend gestaltet werden?
Immer mehr RFQs kommen stringenten Nachhaltigkeitsanforderungen“, erklärt Dr. Mathias Niedling, verantwortlich für Nachhaltigkeit im Lichtbereich. Der Einsatz recycelter Kunststoffe und Metalle, Leichtbau, der Einsatz von Ökostrom und die Verbesserung der Reparaturfähigkeit stehen im Fokus. „Ein Beispiel: Wir bieten zurzeit Scheinwerfer mit herausnehmbarer Frontscheibe an – das erleichtert Reparaturen und verlängert die Lebensdauer.“
Auch die Power Beam Produktfamilie von FORVIA HELLA zeigt, wie nachhaltiges Produktdesign gelingt. Statt eines Aluminium-Druckgussgehäuses wird ein innovatives, vollständig korrosionsbeständiges Kunststoffgehäuse verwendet. Das senkt das Gewicht um 45 %, reduziert die Kosten und verringert die CO₂-Belastung um etwa 30 %. Dank kompakter Bauweise ist die LED-Arbeitsleuchte vielseitig einsetzbar und erleichtert den Umstieg von Halogen auf LED – ein gelungenes Beispiel für die Verbindung von Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit.
Und beim Energieeinsatz ist FORVIA HELLA ebenfalls weit vorne: 100 % der Produktionsstandorte weltweit laufen inzwischen mit Ökostrom, ein großer Meilenstein.
Nachhaltigkeit trifft Wirtschaftlichkeit
Natürlich gibt es auch Herausforderungen. Eine der größten: Wie lassen sich nachhaltige Lösungen wirtschaftlich umsetzen? „Rezyklate zum Beispiel sind nicht zwangsläufig teurer“, so Alexander Kuhr, zuständig für den Kunststoffeinkauf bei FORVIA HELLA. „Aber wir müssen die Brücke zwischen OEM-Anforderungen, unserer internen Bewertung und dem Einbezug der Lieferanten noch besser schlagen.“
Lieferanten im Dialog
Ein weiterer Schlüssel liegt im Austausch mit den Lieferanten. Bereits in der Angebotsphase fordert FORVIA HELLA neben dem Preis-Breakdown auch Nachhaltigkeitsinformationen an: CO₂-Bilanzen und Angaben zum Anteil nachhaltiger Materialien oder zum Einsatz von Ökostrom werden inzwischen systematisch abgefragt. „Der Reifegrad der Lieferanten ist dabei sehr unterschiedlich. Mit einigen Lieferanten gibt es einen partnerschaftlichen Austausch auf Augenhöhe. Bei manchen, auch bei Schwergewichten in ihrer Branche, sind noch intensive Erklärungen und eine enge Zusammenarbeit notwendig. Zurzeit fokussieren wir uns auf die Kern-Beitragsleister zum CO2-Fußabdruck der Materialien, dazu zählen z.B. Halbleiterhersteller “, so Mary-Anne Krasemann, zuständig für Nachhaltigkeit im FORVIA Einkauf. Eine Herausforderung: Ein Branchenstandard zur Erhebung und Bewertung dieser Daten fehlt bislang.
Klimaschutz als Gemeinschaftsaufgabe
Die Beispiele zeigen: Klimaschutz ist bei FORVIA HELLA längst Teil des unternehmerischen Selbstverständnisses und wird von vielen engagierten Kollegen aktiv vorangetrieben. Die Herausforderungen sind groß – doch noch größer ist der Wille, gemeinsam Lösungen zu finden und nachhaltige Veränderungen im Tagesgeschäft zu verankern. Jeder Beitrag zählt, ob im Produktdesign, in der Logistik oder im Dialog mit unseren Partnern. So gestalten wir nicht nur die Mobilität von morgen, sondern übernehmen auch Verantwortung für die Welt, in der wir leben und arbeiten. Machen wir weiter – gemeinsam für mehr Klimaschutz bei FORVIA HELLA!