Kundenprojekte
15.05.2023
HELLA gewinnt Serienaufträge für Elektromobilität
HELLA macht große Datenbestände für das Business nutzbar. Dies geschieht mit Hilfe der Data- und Analytics-Plattform „Palantir Foundry“. Das System steht ab sofort zur Verfügung.
Palantir Foundry ergänzt bei HELLA das bestehende Analytics-Portfolio zu dem unter anderem SAP Analytics Cloud oder Data Warehouse gehören
Mittwoch 03.05.2023
Ein Unternehmen, das in der Lage ist, große Datenmengen schnell und effizient auszuwerten, kann gezielter auf Marktveränderungen reagieren, seine Geschäftsprozesse optimieren, Kosten senken und Wettbewerbsvorteile erzielen. Deshalb ergänzt Palantir Foundry von nun an das bestehende Analytics-Portfolio von HELLA zu dem beispielsweise SAP Analytics Cloud oder Data Warehouse gehören. Die Stärken der neuen Plattform liegen insbesondere in der Analyse und Verarbeitung großer Datenmengen sowie der logischen Modellierung von Daten aus diversen Quellsystemen.
„Daten haben einen unschätzbaren Wert für unser Unternehmen – nur nutzen wir bislang noch nicht das volle Potential. Mit Palantir Foundry wollen wir deshalb Daten besser verfügbar machen, explorative Analysen ermöglichen und den Umgang mit Daten für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vereinfachen. Wir profitieren dabei von den Erfahrungen von Faurecia, die Palantir Foundry schon länger einsetzen“, erklärt Daniel Eckelt, der bei HELLA das Data Program leitet.
Ein wesentlicher Faktor ist die Datenqualität
„Nur wenn der Input stimmt, kann uns das Ergebnis der Datenanalyse auch weiterhelfen. Deshalb achten wir bereits vor dem Laden in die Plattform auf die Qualität der Daten“, erklärt Pascal Borst, der das Data Office bei HELLA leitet. „Um das auch dauerhaft für die Zukunft sicherzustellen, arbeiten wir aktuell an einem entsprechenden Rahmenwerk, dem ‚Data-Owner‘-Ansatz, der Verantwortlichkeiten klar regeln soll.“
Wo stehen wir bei der Einführung der Platform und welche Möglichkeiten bestehen für die Mitarbeiter?
Die Einführung von Palantir Foundry ist bereits weit fortgeschritten. Erste Projekte sind kurz vor der Fertigstellung. Die Einführung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem IT-Bereich und wird durch den IT-Ausschuss des Konzernbetriebsrats begleitet. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Informationssicherheit und dem Schutz personenbezogener Daten. Der nächste Meilenstein ist die Verabschiedung der Betriebsvereinbarung für die dauerhafte Nutzung von Palantir Foundry bei HELLA.
Darüber hinaus ist die Befähigung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Umgang mit der Plattform ein wesentliches Element für eine erfolgreiche Einführung. Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus fünf verschiedenen Ländern und verschiedenen HELLA Geschäftsbereichen haben deshalb bereits im Rahmen von Trainings an eigenen Anwendungsbeispielen mit Palantir gearbeitet. Ein Palantir-Trainer steht den Teilnehmern auch nach Ende des Trainings weiterhin für Fragen und Support zur Verfügung. Das nächste Training ist bereits in Planung und wird voraussichtlich in Rumänien stattfinden. Ferner werden derzeit zusätzliche E-Learnings erarbeitet, die voraussichtlich im zweiten Quartal 2023 bereitgestellt werden. „Wir wollen sowohl in der Breite für die neuen Technologien sensibilisieren, Mitarbeiter befähigen und Anwendernetzwerke etablieren, als auch Experten wie zum Beispiel Data Engineers und Scientists zentral für die Anwendungsentwicklung zur Verfügung stellen“, unterstreicht Daniel Eckelt.
Zudem soll Palantir Foundry bestmöglich in das bestehende Analytics-Portfolio eingebunden und der Auswahlprozess einer Plattform so einfach wie möglich gestaltet werden. „Ein Experten-Team entscheidet daher je nach Anwendungsfall, mit welchem Tool – also Palantir, SAP Analytics Cloud oder Data Warehouse – die Umsetzung erfolgt. Mit diesem Vorgehen stellen wir sicher, dass die Anwender immer die beste Lösung erhalten und sich nicht um administrative Themen kümmern müssen“, betont Hansjörg Prohl, der den Bereich IT Business Applications bei HELLA leitet.
Für Interessierte: Arbeiten auf der Plattform
Palantir Foundry bietet eine Vielzahl von Applikationen zur Datenanalyse. Diese reichen von intuitiven Benutzeroberflächen für analyseaffine Laien bis hin zu Applikationen für die Programmierung intelligenter Algorithmen, wie zum Beispiel maschinelles Lernen. Interessierte können sich gern bei den verantwortlichen Kollegen melden, um gemeinsam Anwendungsideen zu entwickeln und voranzutreiben (Kontaktinformationen siehe unten).
Die Entwicklung von Anwendungen kann sowohl in enger Zusammenarbeit mit dem Data Program, dem Data Office und der IT erfolgen, als auch autonom in den jeweiligen Bereichen. Autonom geführte Projekte greifen auf Datenbestände zurück, die bereits auf der Plattform den Anwendern zur Verfügung stehen. Vor dem Projektstart ist die Teilnahme an einem Training oder E-Learning unbedingt zu empfehlen.
Use-Case-Beispiel: Qualitätssicherung
Wie der Einsatz von Palantir HELLA konkret unterstützen kann, zeigt sich in dem von GE Operations Digitalization geleiteten Projekt „Novelty Detection“, welches derzeit in den Elektronikwerken eingeführt wird. Der notwendige Algorithmus sowie das Data Engineering für Palantir wird dabei von der Abteilung Artificial Intelligence Solutions vom Global Software House zur Verfügung gestellt. In Zukunft können Qualitätsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter über das Auftreten neuer Mess- und Prozessfehler, die in einem bestimmten historischen Zeitraum nicht aufgetreten sind, von der Palantir Plattform per E-Mail alarmiert werden. Ein interaktives Webinterface unterstützt zusätzlich bei der Fehlerinterpretation. Somit kann frühzeitig reagiert werden, wenn im Werk neue Probleme entstehen.
„Mit Hilfe von Palantir funktioniert die Fehleruntersuchung anhand der automatischen Analyse großer Datenmengen von Maschinen und Prüfmitteln nun ‚proaktiv‘. Die Daten sind in weiteren Projekten wiederverwendbar, da sie sich bereits auf der Plattform befinden. Das unterstützt die Skalierbarkeit“, so der verantwortliche Projektleiter Marcus Hain.