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HELLA spart 2022 Strombedarf von 2.200 Haushalten

33 HELLA Produktionswerke, ein Ziel: Energie sparen! Im Rahmen der Initiative Think.Act.Save! senkt HELLA den eigenen Energieverbrauch. 2022 hat das Unternehmen 7,7 Millionen Kilowattstunden Energie eingespart, das entspricht dem Stromverbrauch von 2.200 Haushalten. ​

HELLA spart 2022 Strombedarf von 2.200 Haushalten

Ausschalten statt Stand-by: Durch konsequentes Abschalten der Fertigungslinien in der produktionsfreien Zeit kann HELLA den Strombedarf signifikant senken

Donnerstag 30.03.2023

Ob im Büro oder in der Produktionshalle: Ohne Energie funktioniert beim Industrieunternehmen HELLA nichts. Ein hoher Energieverbrauch belastet jedoch die Umwelt und das Klima, zusätzlich sind Energiekosten enorm gestiegen. Daher verfolgt HELLA das Ziel, den eigenen Energieverbrauch zu senken. Im Jahr 2023 soll jeder Produktionsstandort knapp sieben Prozent Strom und Gas weniger verbrauchen. Um energieeffizienter zu produzieren und Stromfresser abzustellen, verfolgen Teams an allen Produktionsstandorten im Rahmen der Initiative Think.Act.Save! verschiedene Ansätze zum Energie sparen. Mit Erfolg: Im Jahr 2022 konnten durch mehr als 40 Einzelmaßnahmen weltweit 7,7 Millionen Kilowattstunden Strom eingespart werden. Das entspricht dem Stromverbrauch von 2.200 deutschen 3-Personen-Haushalten und Stromkosten von über 1,1 Millionen Euro.

Produktionsfrei? Ausschalten statt Standby

Die Sparmaßnahmen der Think.Act.Save! Initiative setzen systematisch bei den größten Energieverbrauchern an. Das Werk 4 (GE) in Hamm, Deutschland beispielsweise hat 2022 rund 24 Gigawattstunden Strom verbraucht, soviel wie 6.700 durchschnittliche deutsche 3-Personen-Haushalte. Ganz oben auf der Liste steht die Fertigung: Die Produktionsanlagen verbrauchen im Betrieb 44% des gesamten Stromverbrauchs des Werkes. Aber auch wenn auf den Anlagen beispielsweise am Wochenende gar nicht produziert wird, fließt in den meisten HELLA Werken noch Strom. Denn bisher wurden die Anlagen häufig nur in den Stand-by-Modus versetzt statt ausgeschaltet, um möglichst schnell und flexibel wieder hochfahren zu können. Im Stand-by verbrauchen die Maschinen allerdings noch bis zu 50 Prozent Strom im Vergleich zum Verbrauch im „Arbeitsmodus“.

HELLA Xiamen (HED) hat es geschafft, die Produktionsanlagen über das chinesische Neujahrsfest 2023 komplett abzuschalten und damit ein sehr gutes Energiesparergebnis zu erzielen: nur 4 Prozent Strom wurden im Vergleich zum Normalbetrieb verbraucht. "Herzlichen Glückwunsch an das gesamte HED Operations-Team! Ich bin stolz darauf, dass wir ein gutes Beispiel setzen konnten, wie ein Werk nachhaltiger arbeiten kann. Voraussetzung war eine präzise Planung. Im ersten Schritt mussten wir sicherstellen, dass es keine Produktion gibt. Zu diesem Zweck haben wir frühzeitig begonnen, gemeinsam mit unseren Kunden ihren Bedarf vor und nach der Urlaubszeit abzustimmen. Außerdem haben wir dafür gesorgt, dass keine Bau- oder Wartungsarbeiten geplant waren", erklärt Michael Jarecki, Geschäftsführer HELLA Xiamen. "Zweitens haben wir gemeinsam mit den Mitarbeitenden einen detaillierten Plan für die Abschaltung von Geräten und Anlagen verfolgt. Wir haben kritisch diskutiert, wo weiter Strom fließen muss, zum Beispiel für die Notbeleuchtung, Materialkühlschränke oder Klebestationen. Produktionsanlagen wie Öfen und Spritzgießmaschinen sowie Anlagensysteme wie Luftkompressoren und Luftbefeuchter wurden abgeschaltet. Vor der Abreise in den Urlaub überprüfte die Belegschaft gemeinsam mit dem Management die konsequente Umsetzung der vereinbarten Maßnahmen am Ende der Produktionsschichten und in speziellen Betriebsbegehungen. Um das reibungslose Hochlauf nach dem Produktionsstopp zu gewährleisten, haben wir schließlich eine begrenzte Anzahl von Mitarbeitenden damit beauftragt, ausgewählte Anlagen vor dem regulären Produktionsstart wieder zu starten", so Jarecki weiter. „Dabei haben wir uns auf Anlagen konzentriert, die eine Anlaufzeit benötigen, um für die Serienproduktion bereit zu sein. So müssen Öfen zum Beispiel aufheizen. Andere Anlagen könnten sonst aufgrund ihrer Komplexität oder ihres Alters unvorhergesehene Probleme verursachen."

Zurzeit laufen weltweit in den HELLA Werken ähnliche Initiativen, auch das Werk 4 in Hamm hat über die produktionsfreie Zeit zu Weihnachten 2022 deutliche Erfolge erzielt und bereits 50 Prozent weniger Strom verbraucht als in der gleichen Zeitspanne im Jahr zuvor.

Stromfresser aufspüren und Effizienz steigern

Im Rahmen der Think.Act.Save! Intiative suchen die HELLA Standorte systematisch nach Ansätzen zum Energie sparen. Hier einige Beispiele:

  • Ein richtiger Energiefresser in der Produktion ist die Druckluft, sie macht 15% des Stromverbrauchs im Elektronikwerk Hamm aus. In den Druckluftleitungen finden sich jedoch immer wieder Leckagen. Eine Maßnahme der Think.Act.Save! Initiative ist, diese regelmäßig zu suchen und zu beseitigen. Das Elektronikwerk Ghiroda in Rumänien hat im Jahr 2022 hierdurch über 200.000 Kilowattstunden Strom und somit Stromkosten von über 44.000 Euro gespart.
  • Zusätzlich treibt HELLA schrittweise die Umstellung auf die energieeffiziente LED-Beleuchtung der Werkshallen voran. Das Lichtwerk in Lippstadt hat beispielsweise mit einem neuen Beleuchtungskonzept für die 7.500 Quadratmeter große Halle C10 knapp 450.000 Kilowattstunden Strom weniger verbraucht, dies entspricht Kosten von 94.000 Euro.
  • Das Werk 2 in Lippstadt nutzt neuerdings energieeffiziente Turbo-Vakuum-Pumpen an Metallisierungsanlagen zur Bedampfung von Scheinwerfer-Komponenten. Sie benötigen im Vergleich zu den vorherigen Diffusionspumpen nur 1% des Stroms und sparen somit pro Anlage 23.000 Euro Stromkosten im Jahr.
  • Im Werk 4 in Hamm werden zurzeit die Luftbefeuchter in der Halle B ausgetauscht. Das bisherige System erhitzt Wasser auf 100 Grad Celsius, um es zu verdunsten und den Raum mit diesem Nebel zu befeuchten. Das neue System erzeugt den Dunst durch Hochdruck statt Hitze und reduziert den Stromverbrauch der Luftbefeuchter somit um 98 Prozent. Das Einsparpotenzial liegt bei 660.000 KWh Strom und Kosten in Höhe von 140.000 Euro.


Alle Maßnahmen haben eines gemeinsam: „Die Mitarbeitenden in der Fertigung sind die Experten. Sie kennen die Maschinen, haben gute Ideen und setzen die Ansätze am Ende um. Sie noch stärker einzubinden, ist unser Ziel in den kommenden Wochen“, sagt Sebastian Schubert, Projektmanager bei HELLA, der die Think.Act.Save! Initiative koordiniert. „So wird die HELLA Mannschaft den Energiebedarf gemeinsam weiter senken können. Jeder Beitrag zählt.“

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