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Große Zufriedenheit, großer Handlungsbedarf​

​​Hohe Teilnahmequote, viel positives Feedback, aber auch Handlungsbedarf – so lässt sich die globale Mitarbeiterbefragung 2022 zusammenfassen. Wir sprechen mit Dr. Lea Corzilius, in der Geschäftsführung unter anderem für Personal verantwortlich, über zentrale Erkenntnisse.​

Dr. Lea Corzilius

Berichtet von den ersten Ergebnissen der Mitarbeiterbefragung: Personal-Geschäftsführerin Dr. Lea Corzilius

Donnerstag 09.03.2023

​​Es war die erste, gemeinsam mit Faurecia durchgeführte globale Mitarbeiterbefragung: Im November 2022 waren HELLA Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit einer Emailadresse eingeladen, Aspekte wie Arbeitszufriedenheit, Arbeitsbedingungen, Weiterbildungsmöglichkeiten oder Kommunikation ihrer Vorgesetzten zu bewerten. Dr. Lea Corzilius, in der HELLA Geschäftsführung unter anderem für Personal zuständig, gibt einen Überblick über zentrale Ergebnisse und Erkenntnisse.

​Frau Corzilius, 80% Teilnahmequote, so hoch wie noch nie zuvor. Die globale Mitarbeiterbefragung war insofern ein voller Erfolg, oder?

​In der Tat haben sich bei dieser Befragung so viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beteiligt wie noch nie; sonst liegen wir bei rund 70 Prozent. Uns hat das sehr gefreut, denn je mehr sich beteiligen, je mehr uns Feedback geben, umso besser können wir Rückschlüsse ziehen und zielgerichtete Maßnahmen ableiten. Aber auch wenn 80 Prozent viel sind – das sind fast 15.000 Kolleginnen und Kollegen, die uns Rückmeldung gegeben haben – so müssen wir doch berücksichtigen, dass wir einen großen Teil unserer Belegschaft dieses Mal nicht befragt haben: Die Kolleginnen und Kollegen ohne eigene HELLA E-Mail-Adresse aus den Werken. Das war aus organisatorischen Gründen dieses Mal nicht möglich. Wir werden die Befragung jedoch von nun an jährlich durchführen und in diesem Jahr werden wir – mit etwas mehr zeitlichem Vorlauf – alle Beschäftigten zur Befragung einladen können.

​Kurze Auflistung: Was sind für Sie die Kernergebnisse der Befragung?

​Fangen wir mit den positiven Rückmeldungen an: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind zufrieden, sie sind stolz, für HELLA zu arbeiten, sie sind von den strategischen Zielen überzeugt und glauben an den Erfolg des Unternehmens. Das ist insbesondere angesichts des turbulenten Marktumfeldes klasse und zeigt, dass das Fundament unseres Unternehmens solide und zukunftsträchtig ist. Im Übrigen schneiden wir in den meisten dieser Punkte auch besser ab als andere Unternehmen. Aber: Wir sind auch auf ein paar Schwachstellen hingewiesen worden – einige sind sicherlich bekannt, andere waren für uns überraschend.

​Wenn Sie auf diese Schwachstellen schauen: Mit welchem Aspekt wird sich die Geschäftsführung am dringendsten beschäftigen müssen?

Ganz klar das Thema Fürsorge; dieses Ergebnis hat uns in der Geschäftsführung schockiert: Nur knapp die Hälfte der Befragten stimmt der Aussage zu, dass sich HELLA um seine Belegschaft kümmert. In Deutschland, der Slowakei und Slowenien liegen wir sogar nur bei rund 30 bzw. 40 Prozent. Das ist alarmierend.

Wie kommt dieses Ergebnis aus Ihrer Sicht zustande?

​Aus meiner Sicht kommt hier zweierlei zusammen. Erstens: Wir machen unsere Angebote, unsere Mitarbeiterbenefits sicherlich nicht transparent genug. Wenn ich beispielsweise auf Deutschland schaue, wo das Thema Fürsorge mit am schlechtesten bewertet wurde: Im Vergleich zu anderen Unternehmen bieten wir hier bereits eine ganze Menge, bspw. unsere Kinderbetreuungsangebote, Familienservice, Elder-Care, Fahrradleasing, Wäscheservice, HELLA in Motion und vieles mehr [Anm. d. Red.: eine Übersicht über alle Angebote finden Sie im Intranet im Bereich Lokale Services]. Hinzu kommt unser Mobile Working Angebot, das ich an dieser Stelle nicht unerwähnt lassen möchte, weil es im Vergleich zu anderen Unternehmen absolut attraktiv ist: Für bis zu 60 Prozent ihrer Arbeitszeit können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihren Arbeitsort frei wählen. Nicht viele Unternehmen bieten so viel Gestaltungsmöglichkeit. Auch beim Teilzeit-Angebot ist HELLA sehr flexibel. Es gibt keine vorgegebenen Strukturen, bspw. feste Stundenzahlen, wie bei anderen Unternehmen: Bei uns kann jeder das Arbeiten in Teilzeit so gestalten, wie sie oder er es benötigt. Andererseits und hier kommen wir zum zweiten Punkt: Wir sehen natürlich großen Handlungsbedarf beispielsweise was den Bereich Ausstattung von Büroflächen und Arbeitsplätzen angeht – gerade am Standort Lippstadt, unserer Hauptverwaltung. Aber auch das Thema Wertschätzung schauen wir uns an. Mein Eindruck aus vielen Gesprächen ist, dass die sogenannte Extrameile, die sehr gute Leistung selbstverständlich geworden ist. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bekommen selten ein Dankeschön zu hören. Auch da müssen wir definitiv besser werden.

Wie werden die Themen denn jetzt konkret angegangen?

​Wir befinden uns seitens HR gemeinsam mit den Führungskräften mitten in der Auswertung der Ergebnisse und sind – in den Business Groups, in den Ländern, an den einzelnen Standorten – dabei, konkrete Schmerzpunkte und entsprechende Gegenmaßnahmen zu identifizieren. Dabei wollen wir nicht zu viel Zeit verlieren. Erste Verbesserungen werden wir daher schon bald kommunizieren können. Einiges lässt sich zügig umsetzen, für anderes benötigen wir mehr Zeit. In jedem Fall wollen wir bis zum Sommer das vollständige Maßnahmenpaket präsentieren können. Bis dahin bitten wir noch um ein wenig Geduld.​

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