Vielfalt
12.08.2022
Mehr Frauen für HELLA begeistern
HELLA will die CO2-Emissionen in der Wertschöpfungskette bis 2030 um mindestens 38% senken. Eine komplett ausgeglichene CO2-Bilanz wird spätestens für 2050 angestrebt. Die Ziele erfüllen die ehrgeizigen Anforderungen des Pariser Klimaabkommens.
HELLA investiert in den Klimaschutz: An 26 Standorten sollen bis 2024 weitere Solaranlagen installiert werden
Dienstag 23.08.2022
Vor zwei Jahren hat sich HELLA Klimaziele gesetzt und diese nun präzisiert. Auf dem Weg zur Klimaneutralität hat sich HELLA drei Meilensteine als Zwischenziele gesetzt:
2025: Klimaneutrale HELLA Fertigung dank Investitionen in Solarenergie und Energieeinsparungen
Die weltweiten Produktionsaktivitäten von HELLA haben im Geschäftsjahr 2021/2022 zu einem CO2 Ausstoß von 298.000 Tonnen CO2 geführt. Wesentlicher Treiber hierfür war der Energieverbrauch in Form von Strom, Gas und Kältemitteln. Um die dadurch verursachten CO2-Emissionen nachhaltig zu reduzieren, ist der eigene Energiebedarf aus erneuerbaren und somit klimaneutralen Quellen zu decken. Verbleibende Emissionen können durch zertifizierte Klimaschutzprojekte kompensiert werden.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben die HELLA Fertigungsstandorte bereits 26% ihres Strombedarfs mit zertifiziertem Ökostrom gedeckt. In den nächsten drei Jahren wird HELLA nicht nur verstärkt in den Zukauf von Ökostrom investieren, sondern auch in die eigene Erzeugung von Solarstrom. Bis 2024 sind aktuell an 26 Standorten Photovoltaikanlagen vorgesehen. In Deutschland wird beispielsweise ein Großprojekt am HELLA Distribution Center in Erwitte umgesetzt (Leistung: 4.5 MWp): Mit einer Freiflächenanlage und Photovoltaik-Paneelen auf den Hallendächern wird der Standort den eigenen Energiebedarf tagsüber komplett decken und überschüssigen Grünstrom für das Werk 2 in Lippstadt zur Verfügung stellen. Weiterhin befindet sich in Deutschland gerade eine Solaranlage am Standort Recklinghausen im Bau (Leistung: 1.4 MWp); auch in Hamm soll innerhalb der nächsten sechs Monate eine Anlage installiert werden (Leistung: 1.4 MWp). Weitere Solaranlagen werden zeitnah in der Slowakei an den Standorten Banovce (Leistung: 1.4 MWp) sowie Kocovce (Leistung: 3 MWp) und in Xiamen in China hinzukommen (Leistungspotenzial in Ermittlung). Auch im sonnenreichen Mexiko laufen aktuell Gespräche zu Photovoltaikprojekten an vier Standorten.
Energie, die gar nicht erst verbraucht wird, ist der beste Klimaschutz. Daher forciert das Unternehmen mit der „Think Act Save!“ Initiative das Energiesparen in der Fertigung. Im vergangenen Geschäftsjahr haben zahlreiche Maßnahmen an allen weltweiten Produktionsstandorten rund 11 Gigawattstunden Strom eingespart, das entspricht in etwa dem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 3.000 Haushalten in Deutschland. So wurden beispielsweise Teile von Spritzgussmaschinen isoliert, Produktionsanlagen konsequent abgeschaltet, wenn sie nicht benötigt wurden, und Leckagen in Druckluftsystemen geschlossen. Weitere Energiesparmaßnahmen stehen kurz vor der Umsetzung. Darüber hinaus soll das Think.Act.Save! Programm im laufenden Geschäftsjahr 2022 weiter ausgeweitet werden.
2030: 38% Reduktion des CO2-Austoßes in der Wertschöpfungskette
Blickt man auf die gesamte Wertschöpfungskette von HELLA sind im Basisjahr 2019 rund 9,44 Millionen Tonnen CO2 angefallen. Diese Emissionen entstehen maßgeblich durch die Gewinnung von Rohstoffen, die Produktion bei Lieferanten, den Transport in der Lieferkette und zu Kunden, die Nutzungsphase von HELLA Produkten in Fahrzeugen sowie die Entsorgung der Produkte am Produktlebensende. HELLA strebt an, diese CO2 Emissionen bis 2030 um mehr als ein Drittel zu senken. Hierzu plant das Unternehmen, Klimaziele und Vorgaben zu CO2-Werten für bestimmte Materialien konsequent in die Lieferkette zu tragen. Zugleich sollen die eigenen Logistikprozesse effizienter und klimafreundlicher gestaltet werden. Auch im Produktdesign steckt Klimaschutz-Potenzial: So soll beispielsweise der Anteil an recycelten und somit CO2-armen Kunststoffen und Metallen in HELLA Produkten deutlich erhöht werden. Damit kommt man nicht zuletzt auch den Anforderungen vieler Automobilhersteller nach, wie z.B. Daimler, BMW und Volvo.
2050: Ausgeglichene CO2-Bilanz
Vollständig klimaneutral werden HELLA Produkte bis spätestens 2050, kundenspezifisch werden erste Produkte bereits Ende der 2030er Jahre keinen CO2-Fußabdruck mehr hinterlassen. Unter dem FORVIA Dach sollen im Jahr 2045 bereits 90% der Emissionen vermieden und die verbliebenen 10% in Produkten gebunden werden, so zum Beispiel in Schäumen für Sitze.
Wissenschaftlich fundierte, SBTi zertifizierte FORVIA Klimaziele
FORVIA Meilensteine sind die klimaneutrale Produktion bis 2025, die Reduktion der CO2-Emissionen in der Wertschöpfungskette bis 2030 um 46% sowie CO2 Netto-Null Produkte im Jahr 2045. Die FORVIA Anstrengungen zum Klimaschutz, zu denen HELLA einen signifikanten Beitrag leistet, sind wissenschaftlich fundiert und entsprechen den Vorgaben des Pariser Klimaabkommens, die weltweite Erwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Die unabhängige Klimaschutzorganisation Science Based Targets Initiative (SBTi) hat die FORVIA Zielsetzung und die Maßnahmenplanung unter dem ambitionierten neuen „Netto-Null-Standard“ verifiziert. Gemäß diesem Standard müssen Emissionen zum Großteil effektiv vermieden werden („Netto-Null“), sprich sie dürfen nicht anderweitig kompensiert werden.
FORVIA wurde als erstes Unternehmen in der Automobilbranche und als eines der ersten 20 Unternehmen weltweit nach dem neuen Standard zertifiziert. Die Science Based Targets Initiative ist eine Kooperation zwischen dem Carbon Disclosure Project (CDP), dem Global Compact der Vereinten Nationen (UN), dem World Resources Institute (WRI) und dem World Wide Fund for Nature (WWF). Sie definiert und fördert beste Praktiken bei der wissenschaftlich fundierten Zielsetzung und bewertet unabhängig die Ziele der Unternehmen.