CELLS
25.01.2024
CELLS: Abriss der alten Produktionshallen läuft
Die Wettbewerbsfähigkeit erhalten und ausbauen, darauf komme es jetzt an, betont Bernard Schäferbarthold in seinem ersten Anschreiben als neuer HELLA CEO. Was ihm dabei wichtig ist: Bürokratie abbauen, Kundenstamm erweitern, Innovationszyklen verkürzen.
Wendet sich zum Jahresauftakt an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: HELLA CEO Bernard Schäferbarthold
Montag 29.01.2024
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
ich hoffe, Sie alle sind gut in dieses neue Jahr gestartet. Ich persönlich freue mich sehr auf 2024, denn vor uns liegt ein besonderes Jahr: HELLA wird 125 Jahre. Seit 1899 prägen wir mit unseren Licht- und später auch mit unseren Elektronikprodukten die automobile Mobilität. Heute sind wir an 125 Standorten in rund 35 Ländern aktiv. Unser Produktportfolio aus den Business Groups Licht, Elektronik und Lifecycle Solutions ist am Markt so gefragt wie nie zuvor, unsere Kundenbeziehungen sind stark, unser Ruf weltweit exzellent. Auch dank des immensen Einsatzes, der engen Zusammenarbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weltweit stehen wir aktuell besser da als viele Wettbewerber. Darauf können wir, können Sie zu Recht stolz sein.
Basis für diesen Erfolg war dabei stets auch unsere Innovationskraft: Wir waren mit unseren Entwicklungen immer ein paar Jahre voraus; wir haben antizipiert, was sich die Kunden von der nächsten Fahrzeuggeneration erhoffen. Wir haben den Wandel des Automobils mitgestaltet. Eines hat sich jedoch in den letzten Jahren verändert: der Markt entwickelt sich schneller, Innovationszyklen werden immer kürzer, der Wettbewerb wird intensiver. 125 Jahre HELLA erfüllen mich daher nicht nur mit Stolz, sie sind für mich auch eine Verpflichtung. Eine Verpflichtung nicht träge zu werden, sich nicht auszuruhen auf den Erfolgen der Vergangenheit. Mehr denn je kommt es darauf an, dass wir uns anpassen, dass wir mit der Geschwindigkeit, mit den immer wieder neuen Marktbedingungen Schritt halten, um unsere Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und weiter auszubauen. Es gibt ein paar Dinge, die wir ändern können und sollten, um uns genau das leichter zu machen. Drei Stellhebel sind mir dabei besonders wichtig:
Erstens sollten wir unsere Entscheidungswege beschleunigen. Denn mit dem Unternehmen ist auch die Bürokratie gewachsen. Hier müssen wir Komplexität rausnehmen. Das gilt im Großen wie im Kleinen. Ein jeder von uns sollte den Jahresbeginn nutzen, um zu prüfen: Welche Prozess- oder Entscheidungsschritte sind unnötig? Was kann jeder Einzelne, was sollte eine Führungskraft entscheiden? An welchen Stellen dauern Dinge einfach zu lange und warum? Jeder von Ihnen weiß am allerbesten, wo wir wie schneller werden können.
Zweitens: Um unsere Position im Automobilmarkt weiterhin behaupten zu können, müssen wir mit den Veränderungen mitgehen und unseren Kundenstamm erweitern. Während dabei die altbekannten Hersteller wichtig bleiben, wollen wir Partnerschaften vor allem mit OEMs in China, Japan und den USA aufbauen oder intensivieren. Das bietet uns die Chance, vorhandene Wachstumspotenziale zu nutzen.
Gerade weil die Innovationszyklen immer kürzer werden, sollte unser Fokus drittens darauf gerichtet sein, unsere Innovationskraft zu erhalten und zu stärken. Wir sollten also immer wieder von Neuem prüfen, wie wir unsere internen Innovationszyklen verkürzen können, wie wir unsere Entwicklungsleistung noch effektiver und effizienter gestalten können. Ein Ansatzpunkt sind unsere Entwicklungsprozesse. Ein anderer ist der Einsatz künstlicher Intelligenz. Derzeit testen wir etwa den Einsatz von Microsoft Copilot – als eines der ersten Unternehmen weltweit.
Sie sehen: Die sich verändernden Marktbedingungen stellen uns nicht nur vor Herausforderungen, sie eröffnen uns auch Chancen. Gleichzeitig gelten sie für alle; die Wettbewerbsbedingungen sind gleich. Und unsere Startbedingungen sind gut: Gespräche mit Kunden zeigen, dass wir mit unseren Technologien hervorragend aufgestellt sind. Gemeinsam mit Faurecia können wir die Grenzen des technisch Möglichen noch weiter ausdehnen, wir können voneinander lernen und damit besser werden.
Ob in Entwicklung oder Produktion, in den Zentralfunktionen oder Global Business Services, in Licht, Elektronik oder Lifecycle Solutions: Gemeinsam sind wir seit 125 Jahren stark und gemeinsam werden wir auch die bevorstehenden Herausforderungen meistern. Ich freue mich sehr, diesen Weg als CEO gemeinsam mit Ihnen gehen zu dürfen. Und ich freue mich, auch weiterhin gemeinsam mit Ihnen viele Ideen zu entwickeln, um unsere Technologieführerschaft zu erhalten und auszubauen. In diesem Sinne: Auf die nächsten 125 Jahre.
Ihr
Bernard Schäferbarthold