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03.07.2023
„Wir machen einiges richtig“
Erste Konzeptideen des nun beauftragten Architekturbüros zeigen, wie der Hauptsitz in Lippstadt künftig aussehen könnte. Ein prägnanter Name wird zudem per Ideenwettbewerb gesucht.
Der Stegreif zeigt, wie der Standort Lippstadt künftig aussehen könnte. Aber: Es handelt sich hierbei nur um eine erste Konzeptidee, ein konkreter Entwurf ist dies noch nicht
Donnerstag 27.07.2023
Ende März dieses Jahres hat die HELLA Geschäftsführung eine Entscheidung bekanntgegeben, auf die die Beschäftigten des Standort Lippstadt lange gewartet haben: wie dieser weiterentwickelt und für die Zukunft aufgestellt werden soll. Viel ist seitdem geschehen, wenn auch vor allem im Hintergrund. So wurden beispielsweise die Bedarfe systematisch erfasst und ausgewertet oder Abrissanträge gestellt.
Mit der Beauftragung des Architekten, mit dem das Standortkonzept realisiert werden soll, folgt nun der nächste Schritt. RKW Architektur + heißt das renommierte Düsseldorfer Büro, das bereits zahlreiche prestigeträchtige Projekte in Deutschland und auch international umgesetzt hat. Übrigens auch die Hochschule Hamm-Lippstadt in direkter Nachbarschaft zum HELLA Hauptsitz.
Erste Konzeptidee, noch kein konkreter Entwurf
RKW Architektur +, das sich im Zuge des Auswahlverfahrens gegen fünf Mitbewerber durchgesetzt hatte, überzeugte mit einer durchdachten Konzeptskizze. „Die Idee von RKW Architektur + vereint unsere Anforderungen mit denen aus städtebaulicher Sicht optimal“, sagt Matthias Wiehen, Standortleiter HELLA Lippstadt. „Ein Kernelement ist die offene Verbindung des Standortes mit Stadt, Grünem Winkel und angrenzender Hochschule. So soll sich das Standortkonzept harmonisch ins Stadtbild einfügen und Lippstadt um einen attraktiven Anziehungspunkt bereichern, der Beschäftigte, Studierende, Bürgerinnen und Bürger zum Verweilen einlädt.“
Basis des ersten Konzeptentwurfs war das Lippstädter Stadtbild aus dem frühen 19. Jahrhundert. So greift der Entwurf einen historischen Weg auf, der sich einst quer durch die Stadt zog und nun wiederbelebt werden soll. Um diese Ausgangsidee herum soll das Areal in unterschiedliche Bereiche aufgeteilt werden: mit einem offenen, einladenden Campus und einem geschützten Bereich für Forschung und Entwicklung, um kundenseitige Anforderungen an die Informationssicherheit zu erfüllen. Auch eine besonders repräsentative Fläche beispielsweise für ein Customer Experience Center und Konferenzräume ist denkbar. Längs betrachtet, sind begrünte Radwege entlang der durch das Werksgelände verlaufenden Bahnstrecke geplant.
Realisiert werden soll das Standortkonzept mit höchsten Ansprüchen an Nachhaltigkeit. Der neue HELLA Hauptsitz soll CO2-neutral betrieben werden. Zudem ist vorgesehen, die derzeitige Fläche in weiten Teilen zu entsiegeln; auch wesentliche weitere nachhaltige Aspekte wie die Rückhaltung von Regenwasser, Dachbegrünung und die Schaffung von Grünflächen zur Förderung der Artenvielfalt sollen berücksichtigt werden.
Die Architektenauswahl erfolgte auf der Grundlage sogenannter Stegreife. Dabei handelt es sich um Skizzen, mit denen architektonische Konzeptideen veranschaulicht werden. Es geht zunächst um eine erste Visualisierung der Grundidee: Welche Flächenaufteilung ist angedacht? Wie sieht die städtebauliche Integration des Geländes aus? Wie werden nachhaltige Aspekte berücksichtigt? Details, wie die konkrete Ausgestaltung von Flächen, Gebäuden und Räumen, sind dabei noch nicht berücksichtigt.
Mitarbeitende sind gefragt: Das Kind braucht einen Namen
Die Neugestaltung des Standortes Lippstadt nimmt damit immer konkretere Formen an. Allein: Das Kind braucht einen Namen. Daher soll der Name, wie der Neubau künftig heißen soll, mit einem Ideenwettbewerb durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestimmt werden. So können alle Beschäftigten bis zum 18. August (24.00 Uhr) über dieses Formular ihren Namensvorschlag eingeben. Aus den eingereichten Ideen wählt eine Jury aus Geschäftsführung und Unternehmenskommunikation die fünf besten Namensvorschläge aus. In einem zweiten Schritt können die Mitarbeitenden darüber abstimmen und ihren Favoriten küren. „Der Name wird ein zentrales Element für die weitere Kommunikation. Wir freuen uns daher auf einprägsame und inspirierende Vorschläge“, sagt Matthias Wiehen.
Nächste Schritte
Die Beauftragung des Architekturbüros bedeutet den Startschuss für weitere konkrete Prozessschritte. Auf Basis von Bedarfsabfragen werden die Konzeptskizzen nun weiter ausgearbeitet, Entwürfe für die zwei ersten Gebäude erstellt. Nach der erforderlichen internen und behördlichen Freigabe könnte bereits Anfang 2024 der Bauantrag gestellt, Mitte 2024 dann der Grundstein gelegt werden.