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​​„Die Chancen liegen auf der Straße; wir müssen sie nur nutzen“​

Seit Anfang des Jahres ist Karl Paul Schary Managing Director von HELLA Lighting North and South America. Seine Mission? Die Wachstumschancen in der für das Unternehmen strategischen Fokusregion heben. Wie er das angeht?

Karl Paul Schary

​​Mit viel Leidenschaft und Expertise leitet Karl Schary HELLA Lighting North and South America​

Freitag 03.11.2023

Es ist vier Uhr morgens in Guadalajara. Draußen ist es noch stockdunkel, die mexikanische Millionenstadt schläft tief und fest. Zumindest ein Bewohner ist jedoch hellwach: Karl Schary sitzt am Bildschirm in seinem erleuchteten Büro – Management-Call. Die frühe Stunde ist nicht ungewöhnlich für den neuen Managing Director von HELLA Lighting North and South America (NSA); der enge Austausch mit Europa prägt seinen Arbeitsalltag und verlangt aufgrund der Zeitverschiebung nicht selten frühes Aufstehen. Doch das ist für Karl Schary nichts Neues. Von 2015 bis 2018 hat er schon einmal hier gelebt und gearbeitet, damals noch für Audi. In dieser Zeit lernte er auch seine heutige Frau kennen. Seine Faszination für Lateinamerika und speziell für Mexiko war ein wichtiges Argument für ihn, die Herausforderung als neuer Managing Director Lighting NSA bei HELLA anzunehmen. Das zweite Argument für die neue Position bei HELLA lieferte der Markt, auf dem HELLA enorme Wachstumschancen für sich sieht. „NSA gehört neben Asien zu den Fokusregionen von HELLA, der Markt bietet enormes Potenzial, 10 Prozent Wachstum pro Jahr sind absolut realistisch“, so Karl Schary. „Die Chancen liegen auf der Straße, wir müssen sie nur aufheben und für uns nutzen.“

Finanzen und Qualität im Blick

Der 40-Jährige setzt dabei unter anderem auf die stärkere Gewichtung finanzieller Aspekte. „Wir sind hier bis jetzt sehr technologieorientiert unterwegs gewesen. Das Financial Management kam dabei zu kurz.“ Damit sich das ändert, bringt Karl Schary einschlägige Erfahrung aus seinen bisherigen Positionen bei Faurecia und Audi mit, die ihm auch bei einem weiteren Aspekt helfen: der Qualitätsoptimierung. Sie gehört ebenfalls zu seinen strategischen Prioritäten. Eines der wichtigsten Tools ist dabei die Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse (FMEA). Diese Management-Methode zielt darauf ab, Fehler von Anfang an zu vermeiden, anstatt sie nachträglich zu korrigieren. Dazu werden mögliche Fehlerquellen schon während der Entwicklungsphase identifiziert, um spätere Folgekosten in der Produktion oder beim Kunden zu verhindern. „Für uns heißt das vor allem, dass wir uns sehr viel früher in globalen Projekten engagieren, um unsere regionale Perspektive von Beginn an einzubringen. Bisher standen wir bei wichtigen globalen Entscheidungen zu oft abseits.“ In puncto Qualitätsmanagement wünscht sich der neue Managing Director aber auch ein „Challenging Mindset“ von den Mitarbeitenden: Die Teams sollen auch bewährte Produkte immer wieder kritisch hinterfragen mit dem Ziel, sie kontinuierlich zu verbessern und weiterzuentwickeln. „Wir haben dazu schon viele Workshops gemacht“, sagt Karl Schary. „Dabei sind zahlreiche gute Ideen herausgekommen. Wenn wir die alle umsetzen, sind wir großartig unterwegs.“

Fluktuationsrate senken

Eine Herausforderung gilt es bei alldem zu meistern: die für die Region typisch hohe Fluktuation. Die Identifikation und Bindung von Top-Kräften gehört vor diesem Hintergrund zu den obersten strategischen Prioritäten von Karl Schary: „Es geht um die Stabilisierung des Teams. Wir brauchen einen beständigen Pool von Top-Leuten, um unsere Kunden zuverlässig zu bedienen und den Wachstumsmarkt NSA zügig für uns zu erschließen.“ Um diesen Pool zu errichten und auszubauen, geht Karl Schary neue Wege in Sachen Mitarbeitergewinnung und -bindung. Neben dem verbesserten Onboarding, das bereits vor seinem Start in Mexiko angestoßen wurde, kommt dem internen Recruiting eine wichtige Rolle zu: So sollen wichtige strategische Positionen künftig in erster Linie intern nachbesetzt werden. „Wir haben bereits tolle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei uns an Board. Das sollten wir viel stärker nutzen. Wir haben daher die internen Nachfolgeplanungen intensiviert, bieten Sponsoring und Mentoring gerade auch für die jungen Talente an“, erläutert Schary. Weitere Maßnahmen sollen zudem dafür sorgen, dass sich die Kolleginnen und Kollegen wohl fühlen und entsprechend lange bleiben. Dabei kommen auch kreative Maßnahmen zum Einsatz. ‚Healthy Tuesday‘ und ‚Sweet Thursday‘ heißen zwei davon. „Jeden Dienstag gibt es bei uns als Energiebooster frische Fruchtsäfte gratis.“ ‚Fürs Herz‘ ist dagegen der Donnerstag zuständig. Denn am ‚Sweet Thursday‘ erwarten die Mitarbeitenden süße Leckereien im Büro – Kuchen, Kekse und Süßigkeiten, an denen sich alle bedienen können. Sie sollen zusammen mit vielen weiteren Benefits die Mitarbeiterbindung steigern. Mit Erfolg: „Wir haben die Fluktuation an unseren Standorten von Januar bis September 2023 um 20 Prozent senken können im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode. Damit sind wir in puncto Abwanderung jetzt schon besser als der Marktdurchschnitt“, erklärt Karl Schary.

Weit gereister Familienmensch

Für seine Aufgaben bringt Karl Schary eine Menge internationale Erfahrung mit. Mit sechs Jahren aus Polen nach Deutschland gekommen, zog es ihn im Erwachsenenalter schnell ins Ausland. Teils mehrjährige Stationen in Ungarn, China, den USA und eben Mexiko markieren seinen Weg und zeugen von seinem großen Interesse an neuen Herausforderungen, anderen Kulturen und Perspektiven. „Mexiko war einfach das perfekte Match“, erinnert er sich. Neben Lateinamerika ist Fußball seine zweite Leidenschaft, „aber eher vor dem Fernseher oder im Stadion“, schränkt Karl Schary lachend ein. Aktiv betreibt er Kraft- und Ausdauertraining im Fitnessclub, der praktischerweise am Standort verfügbar ist. Die größte Leidenschaft ist jedoch seine Familie; Karl Schary ist mit Herz und Seele Familienmensch. Seine freie Zeit verbringt er am liebsten mit seinen beiden zweijährigen Kindern beim Kochen, spielen, kuscheln oder ins Bett bringen. Manchmal gönnt er sich aber mit seiner Frau eine Auszeit, dann muss der Babysitter ran. Am Tag unseres Gesprächs ist so ein besonderer Tag. „Wir haben heute unseren neunten Hochzeitstag. Den feiern wir zu zweit in einem schönen Restaurant“, erzählt er. Abends wird er daher einmal pünktlich in den lauen mexikanischen Sommerabend verschwinden.

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