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R… was? Werkstatt-Infos zu Kältemitteln

17-04-2018

Unterschiedliche Kältemittel
R134a, R1234yf, R744: Alles Bezeichnungen für unterschiedliche Kältemittel. Doch bei den ganzen kryptischen Kürzeln kann man auch als Werkstatt leicht den Überblick verlieren: Was steckt dahinter? Welches Kältemittel kann und darf wann eingesetzt werden? Und was müsst ihr als Werkstatt dabei beachten?
Gerade in den letzten Jahren hat sich gesetzlich einiges geändert. Wir geben einen kurzen Überblick und klären auf, was für euch als Werkstatt wichtig zu wissen ist. Damit ihr immer einen kühlen Kopf bewahren könnt!
Bis vor einiger Zeit war das am häufigsten in Fahrzeug-Klimaanlagen eingesetzte Kältemittel das R134a. Dabei handelt es sich um ein etabliertes und einfach einzusetzendes Mittel mit guter Kühlleistung.

Umwelt first
Doch wie ihr wisst, spielt gerade im Automobilsektor das Thema Umweltschutz eine immer größere Rolle (und das nicht erst seit dem Dieselskandal…).
R134a hat mit einem GWP (Global Warming Potential) von 1.430 ein hohes Treibhauspotenzial – ein echter Klimasünder!
Mit der EG-Richtlinie 2006/40/EG wurde deshalb auf europäischer Ebene beschlossen, künftig nur noch Kältemittel mit einem GWP kleiner 150 einzusetzen. Das bedeutet das mittelfristige Ende für den Einsatz von R134a.
Fahrzeuge der der Klasse M1 (Pkw, Fahrzeuge zur Personenbeförderung bis 8 Sitzplätze) und der Klasse N1 (Nutzfahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht bis 3,5t.), für die ab dem 01.01.2011 eine Typgenehmigung innerhalb der EU erteilt wurde, dürfen nicht mehr mit entsprechenden Klimasystemen ausgerüstet werden. Seit 01.01.2017 ist der Einsatz in neu zugelassenen Pkw generell verboten.

Und nun?
Wichtig für euch zu wissen: Die Verwendung von R134a ist weiterhin für Service- und Wartungsarbeiten an bereits bestehenden R134a-Anlagen erlaubt.
Als neues Kältemittel in modernen Klimaanlagen kommt jedoch nun das R1234yf mit einem GWP von 4 zum Einsatz, das ähnliche chemische Eigenschaften wie R134a aufweist. Eine Verwechslung zwischen den Klimasystemen mit R134a und R1234yf ist eigentlich nicht möglich – unterschiedliche Anschlüsse zeigen klar, was ihr vor euch habt.
Aber Achtung beim Klimaservice: Wegen der großen Ähnlichkeit der Gase besteht die Möglichkeit, neue Fahrzeugklimaanlagen auch weiterhin mit dem klimaschädlicheren alten Kältemittel R134a zu betreiben (oder schlimmstenfalls mit gepantschten Mitteln oder Propangasen). Der Grund, warum dies (verbotenerweise) manchmal gemacht wird, ist wie so oft der billigere Preis.
Vor dem Absaugen des Kältemittels macht deshalb auf jeden Fall eine Kältemittelanalyse Sinn – hier solltet ihr auf Nummer sicher gehen, auch um Schäden an Euren Klimaservicegeräten zu vermeiden.
Eine Umrüstung ist zwar technisch möglich, jedoch erlisch im Regelfall die Typgenehmigung des Fahrzeugs und auch die Gewährleistung.

Die natürliche Alternative
Als weiteres alternatives Kältemittel wird in jüngerer Zeit auch das natürlich vorkommende Kohlendioxid (R744) eingesetzt, das als besonders umweltfreundlich gilt und einen sehr niedrigen, umweltfreundlichen GWP von lediglich 1 aufweist. Die thermodynamischen Eigenschaften von R744 unterscheiden sich jedoch deutlich von den bisher eingesetzten, chemischen Alternativen R134a und R1234yf. Für ein effizientes Arbeiten sind sehr hohe Drücke (bis zu 10 x höher) im Klimasystem nötig – und dies ist auch der Grund, warum bestehende Anlagen nicht einfach mit R744 betrieben oder darauf umgerüstet werden können. Bisher gibt es erst wenige Fahrzeuge mit R744-Klimaanlagen – doch wegen der Klimafreundlichkeit kann sich dies in Zukunft ändern. Wenn ihr regelmäßig mit Klimasystemen verschiedener Fahrzeugmodelle zu tun habt, macht eine Fortbildung also Sinn!
Als einer der ersten Anbieter führt übrigens Behr Hella Service ausgewählte Komponenten für R744-Kaltekreisläufe im Exlusivvertrieb für den freien Teilemarkt.

Viele weitere Informationen zu Kältemitteln und den richtigen Füllmengen für verschiedene Fahrzeuge findet ihr in hier.