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BUSINESS GROUP ELECTRONICS: ​​Agil und flexibel im chinesischen Markt

Im Geschäft mit chinesischen Automobilherstellern braucht es vor allem: Autonomie und Geschwindigkeit. Eine neue Gesellschaft des Elektronikbereichs geht dies nun gezielt an – und setzt dabei auch auf Erfahrungen eines ähnlichen Ansatzes in Indien.

Das Board of Directors von HELLA Nanjing Electronics bei dessen erstem Treffen

Das Board of Directors von HELLA Nanjing Electronics bei dessen erstem Treffen.

Dienstag 21.05.2024

Die Auto Shanghai 2023 war in vielerlei Hinsicht ein Augenöffner – für die Automobilbranche insgesamt, aber auch für FORVIA HELLA. Vor allem das Tempo, mit dem lokale chinesische Automobilhersteller Fahrzeuge entwickeln und auf die Straße bringen, hat die Besucherinnen und Besucher der Messe beeindruckt. Der Automobilmarkt teile sich in zwei Geschwindigkeiten auf, in die der chinesischen Hersteller und die der nicht-chinesischen. So hatte beispielsweise Elektronik-Geschäftsführer Jörg Weisgerber seine Eindrücke nach der Messe geschildet – und klar gemacht: „Da hinkt die europäische Industrie hinterher – auch weil die Entwicklungszyklen international länger sind.“

Geschwindigkeit und Autonomie als Erfolgsfaktoren
Die Auto Shanghai zeigte deutlich, wie wichtig Tempo und Autonomie in der Produktentwicklung sind, um mit der Dynamik lokaler – und schnell wachsender – Automobilhersteller Schritthalten zu können.

Die Gründung einer neuen Elektronikgesellschaft in China ist die logische Folge dieser Erkenntnis: Im Dezember 2023 offiziell gegründet, ist HELLA (Nanjing) Electronics Co. Ltd (HNE) als Unternehmen mit hoher Eigenständigkeit und Autonomie im chinesischen Markt unterwegs – immer mit dem Ziel, neues Geschäft mit lokalen Herstellern zu erschließen. Der Fokus von HNE liegt zunächst auf der Entwicklung von Produkten für das Energiemanagement. Nach und nach sollen weitere Produkte aus dem Elektronik-Portfolio auch bei HNE aufgenommen werden.

Nach indischem Vorbild
HELLA Nanjing Electronics setzt dabei auch auf die Erfahrungen eines ähnlichen Ansatzes, den FORVIA HELLA in Indien verfolgt. Dort hat FORVIA HELLA in 2020 die Tochtergesellschaft „Hella eMobionics“ gegründet. Sie konzentriert sich vor allem auf das in Indien weit verbreitete Zwei- und Dreiradgeschäft, das sich deutlich vom automobilen Kerngeschäft entscheidet. Ziel auch hier: den Markt besser und schneller zu durchdringen und Herstellern für Zwei- und Dreiräder maßgeschneiderte Technologien anbieten zu können. Drei aktive Kunden hat Hella eMobionics bereits gewonnen, Gespräche mit weiteren Herstellern laufen.

Klein, agil, flexibel
Aktuell ist die neue China-Gesellschaft von FORVIA HELLA mit einem Team aus rund 20 Entwicklerinnen und Entwicklern unterwegs, weitestgehend unabhängig von den etablierten Prozessen und Standards im Automotive-Geschäft. Unter der Leitung von Dr. May Deng treibt das Team die Produktentwicklung vom Prototypen bis zum Serienstart eigenverantwortlich voran. Vereinfachte Prozesse, kurze Wege und lokale Lieferketten, hohe Freiheitsgrade und die frühzeitige Einbindung örtlicher Kunden und Lieferanten sollen das Entwicklungstempo beschleunigen und Kosten reduzieren – auch das ein Pluspunkt im preissensiblen chinesischen Markt.

Wie auch in Indien werden auch in China kundenbezogene Funktionen wie Marktforschung, Entwicklung und Vertrieb direkt bei HNE verortet, während die vorhandenen Produktionskapazitäten von FORVIA HELLA als Mutterunternehmen genutzt werden können. Das bringt weitere Kostenvorteile.

„Mit HNE setzen wir die ‚In China, für China‘-Strategie noch konsequenter um“, sagt May Deng. Die erfahrene Managerin wandelt gewissermaßen zwischen den Welten: Sie leitet nicht nur das Team von HNE, sondern verantwortet zugleich auch den Bereich Energiemanagement des Technical Centers in Nanjing – dem größtem Technologiezentrum von FORVIA HELLA in China, in dessen unmittelbarer Nachbarschaft HNE beheimatet ist. „Beide Einheiten bestehen vollkommen gleichberechtigt nebeneinander und ergänzen sich gegenseitig“, sagt sie. „Nur der Kundenfokus unterscheidet sich. Während HNE sich auf die vor allem auf die neuen lokalen Hersteller konzentriert, bleibt das Geschäft mit den etablierten Kunden in China bei FORVIA HELLA als Stammhaus verortet.“

Erste Erfolge
Erfolge sind bereits sichtbar. Im Januar 2024 haben erste Kunden Serienaufträge über Hochspannungsstromsensoren für Vollhybrid- und Elektrofahrzeuganwendungen bei HNE platziert, die Produktion ist im April gestartet. Damit liegen gerade drei Monate zwischen Entwicklung und Produktionsstart – ein einzigartiges Tempo. „Wir haben den Auftrag nur erhalten, weil wir innerhalb des neuen Set-ups geboten haben. Hätten wir die bestehenden Strukturen agiert, hätten wir dieses Tempo nicht erreichen und somit auch den Auftrag nicht erhalten können“, sagt May Deng.

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