AFS Steuergeräte
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AFS-Steuergeräte

 

Zur Ansteuerung von intelligenten Lichtfunktionen in Scheinwerfern verfügt Hella über unterschiedliche Ansteuerungssysteme. Die flexiblen Systemarchitekturen können jeweils auf die Fahrzeugarchitektur und die Kundenwünsche optimal abgestimmt werden.

Die im Markt befindlichen Xenon-Kurvenlichtsysteme von Hella basieren auf dem AFS1-Steuergerät. Dieses wertet Informationen zur Berechnung der momentanen Fahrsituation, die über den CAN-Bus empfangen werden, aus. Über eine Kommunikationsleitung werden die Steuerbefehle an die Leistungsmodule gesendet, die an den Scheinwerfergehäusen befestigt sind.


Die Leistungsmodule setzen die Steuersignale in entsprechende Spannungen zum Ansteuern der Schrittmotoren für dynamisches Kurvenlicht und dynamische Leuchtweiteregelung um. Zusätzlich können die Leistungsmodule Halogenlichtquellen für statisches Kurvenlicht bzw. Abbiegelicht schalten.

Zur Realisierung weiterer AFS-Funktionen wie adaptive Lichtverteilungen wurde das AFS-Steuergerät der 2. Generation entwickelt. Durch die Kombination mit den intelligenten Schrittmotoren verzichtet man in diesen Systemen auf die Leistungsmodule und reduziert somit die Anzahl der Steuergeräte.
 


Als zentrales Steuergerät verfügt das AFS2-Steuergerät über einen CAN-Bus-Anschluss, über den Bordnetzinformationen wie z. B. Geschwindigkeit, Lenkwinkel und Gierrate eingelesen werden. Die Steuergrößen werden über einen LIN-Bus an die intelligenten Schrittmotoren in den Scheinwerfern weitergeleitet und dort zur Einstellung der Leuchtweite, des Schwenkwinkels und der Position der VarioX®-Walze genutzt. Das AFS-Steuergerät verfügt zusätzlich über einen Leistungstreiber, um Halogenlichtquellen für das statische Kurvenlicht/Abbiegelicht auf- und abzudimmen. Durch den Einsatz der intelligenten Schrittmotoren (ISM) wird ein modulares System realisiert. Dieses Konzept ermöglicht die Nutzung des gleichen Steuergerätes für Scheinwerfer mit unterschiedlichen Ausstattungsvarianten.

Das Konzept des Xenon 5 Steuergerätes beinhaltet eine situationsabhängige Leistungsanhebung der Xenon-Gasentladungslampe für einen erhöhten Lichtstrom z. B. bei Autobahnfahrten. In je einem Steuergerät an den Scheinwerfern werden die Ansteuerungselektronik für alle AFS-Funktionen und die Vorschaltelektronik zum Betrieb der Xenon-Gasentladungslampen vereint.


Auch dieses Konzept wird über ein modulares System realisiert, so dass die Nutzung des gleichen Steuergerätes für Scheinwerfer mit unterschiedlichen Ausstattungsvarianten möglich ist. Die Schnittstelle zum Fahrzeugbordnetz bleibt über alle Scheinwerfervarianten gleich.

Die Vorteile des dynamischen Kurvenlichts lassen sich als kostengünstige Lösung auch in Verbindung mit Halogenscheinwerfern erleben. Hella setzt hierbei das AFS2-Steuergerät ein. Dieses Steuergerät empfängt auf dem CAN-Bus verfügbare Signaldaten wie z. B. Fahrzeuggeschwindigkeit und Lenkwinkel, welche die momentane Fahrsituation kennzeichnen. Diese Daten werden im Steuergerät aufbereitet und durch intelligente Algorithmen in Ansteuersignale umgerechnet. Über einen LIN-Bus werden die Ansteuersignale an die in den Scheinwerfer verbauten intelligenten Schrittmotoren übergeben. So können die Lichtmodule gemäß dem Straßenverlauf schwenken.
Zum Ausgleich von Beladungszuständen des Fahrzeuges kann das AFS2-Steuergerät ebenso die Leuchtweitesteller in den Scheinwerfern steuern.