Bereits seit über einem Jahrzehnt ist die Leuchtweitenregulierung in ganz Europa eine vorgeschriebene Ausrüstung für neue Autos. Sinn der Leuchtweitenregulierung ist es, die Scheinwerfereinstellung und den Neigungswinkel anzupassen. Das kann der Fall sein, wenn das Auto mit mehreren Personen besetzt ist oder wenn schweres Gepäck im Kofferraum liegt. Der Gegenverkehr könnte nun durch die Scheinwerfer geblendet werden.
Der Autofahrer hat die Möglichkeit einer manuellen Leuchtweiteregelung (LWR), indem er mittels eines Schalters am Armaturenbrett und eines Leuchtweitestellers (LW-Steller) am Scheinwerfer, die Scheinwerferneigung dem jeweiligen Beladungszustand anzupassen.
Keine Gedanken um die Reichweite des Lichts muss sich machen, wer Xenon-Scheinwerfer hat. Der Einbau von Xenon-Scheinwerfern erfordert in vielen Ländern eine automatische Leuchtweitenregelung. Die automatische Leuchtweitenregelung bewirkt, dass der Neigungswinkel der Scheinwerfer unabhängig vom Beladungszustand des Fahrzeugs automatisch immer richtig eingestellt wird. Die Scheinwerfer werden durch je einen LW-Steller optimal eingestellt. Das System besteht in der Regel aus einem Steuergerät, einem Fahrzeugniveausensor (Hinterachse) sowie zwei LW-Stellern. Alternativ kann das Steuergerät und der Fahrzeug-Niveausensor durch ein sensorintegriertes Steuergerät (SIECU – Sensor Integrated Electronic Control Unit) ersetzt werden.
Die dynamische Leuchtweitenregulierung reagiert zusätzlich auf Neigungsänderungen aufgrund von Brems- und Beschleunigungsvorgängen. Bei Xenon-Scheinwerfern bewirkt diese eine stets korrekte Scheinwerfereinstellung. Bei der dynamischen Leuchtweitenregelung benötigt man je einen Fahrzeug-Niveausensor an der Vorder- und Hinterachse. Das System besteht in der Regel aus einem Steuergerät, zwei Fahrzeug-Niveausensoren (Vorder- und Hinterachse) sowie zwei intelligenten Schrittmotoren.



